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Modulare Elemente erleichtern Nachverdichtung

In Köln ermöglicht ein modulares Bauprojekt der WohnWert-Gruppe die Aufstockung eines Gebäudes um 20 Apartments. Vorfertigte Tece-Installationswände sparen Platz und Zeit.

Von ABZ
20 Apartments in Köln
Ein Monteur nimmt die industriell vorgefertigte Installationswand, die per Kran eingehoben wird, auf der Etage in Empfang. | Foto: Piratelove

Köln (ABZ). – Bei der Aufstockung eines ehemaligen Telekom-Gebäudes in Köln kamen industriell vorgefertigte Installationswände zum Einsatz, die gleichzeitig als Trennwände fungieren. Das Projekt zeigt laut Hersteller Tece, wie durch modulares Bauen Flächen effizienter genutzt und Bauprozesse beschleunigt werden können.

In der Dürener Straße in Köln hat Bauherr André Peto von der WohnWert-Unternehmensgruppe ein eingeschossiges Bestandsgebäude um vier Geschosse aufgestockt. Dadurch sind 20 neue Studentenwohnungen entstanden, die seit Frühjahr 2025 bezugsfertig sind.

Bei der Sanitärinstallation setzte Projektleiter Kurt-Peter Becher auf das TECEsystem mit modularen Installationswänden. Diese Lösung soll eine effizientere Flächennutzung ermöglichen. "Im Vergleich zur konventionellen Konstruktion mit einer Vorwandinstallation vor einer Trennwand haben wir pro Wohneinheit einen Quadratmeter Wohnfläche gewonnen", stellt Becher fest.

Die Monteure des ausführenden Handwerksbetriebs Ralf Cremer Sanitär + Heizung bestätigen die Zeitersparnis. Für das Aufstellen der vorgefertigten Installationswände, benötigen zwei Handwerker knapp zwei Stunden. Die Module enthalten dem Hersteller zufolge bereits alle Steig- und Anschlussleitungen und müssen nur noch etagenweise verbunden werden.

Nach der Beplankung mit Gipskarton wird eine Einblasdämmung eingebracht. Diese besteht aus einem mineralischen Dämmgranulat mit einem Schmelzpunkt von mehr als 1000 °C und einer Rohdichte von etwa 90 kg/m³. Die Einblasdämmung erfüllt nach eigenen Angaben die Anforderungen an den vertikalen und horizontalen Brand- und Schallschutz. Am Übergang zum nächsten Geschoss wird der Ringspalt um die Leitungen und Kabel vollflächig von der Mineralwolle umschlossen.

Der Verzicht auf Deckenschotts bietet laut Tece mehrere Vorteile: Brandabschottungen an brennbaren und nicht brennbaren Leitungen sowie an Elektroleitungen fallen weg. Auch wird die Koordination verschiedener Gewerke bei den Brandschutzmaßnahmen überflüssig. Einsparungen von bis zu 30 % gegenüber klassischen Brandschutz- und Dämmmaßnahmen sind nach Auskunft des Unternehmens möglich.

Die Tece SE beschäftigt rund 1800 Mitarbeiter. Der jährliche Umsatz beläuft sich auf 380 Millionen Euro.

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