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Betonpumpentechnik für Afrikas größtes Gebäude

La Tour F, Afrikas höchstes Gebäude in Abidjan, nutzt Schwing-Betonpumpentechnik mit 310 kW Antriebsleistung. Bauhöhe: 412 m, 74 Stockwerke. Fertigstellung bald.

Von ABZ
310 Kilowatt Antriebsleistung
La Tour F in Abidjan umfasst laut Schwing 74 Stockwerke. | Foto: Schwing

Abidjan/Elfenbeinküste (ABZ). – Mit einer geplanten Höhe von 412 m wird La Tour F in Abidjan, dem Regierungssitz der Elfenbeinküste, zum höchsten Bauwerk Afrikas, wie das Unternehmen Schwing mitteilt.

Das Regierungsgebäude im Verwaltungsviertel "Le Plateau" umfasst demnach 74 Stockwerke und basiert bis zur 300-Meter-Marke auf einer Betonstruktur, darüber wird in Stahlbauweise gebaut. Für die Betonarbeiten ist der belgische Baukonzern BESIX verantwortlich. Seit Baubeginn 2022 kamen laut Schwing zunächst mobile Autobetonpumpen zum Einsatz. Ab einer Höhe von 40 m wurde ein stationäres Betonfördersystem der Schwing Stetter GmbH installiert.

Herzstück der Anlage ist die stationäre Hochdruckpumpe SP 7500 D mit einer Antriebsleistung von 310 kW. Die Betonförderung erfolgt über eine DN 125 Hochdruck-Stahlleitung mit 8,8 mm Wandstärke. Spezielle Absperrschieber mit einer Druckstufe von 250 bar verhindern Rückflüsse bei Stillständen. Am oberen Ende der Förderleitung verteilt ein separat installierter Verteilermast vom Typ SPB 35 den Beton. Dieser ist in das Klettersystem der Gleitschalung integriert.

Es wird eigenen Angaben zufolge ein selbstverdichtender Beton der Güteklasse C50/60 verwendet. Vor Inbetriebnahme der stationären Fördertechnik sei 2022 ein Pumpversuch durchgeführt worden, um den Reibwert zu ermitteln. Dieser Parameter beschreibe, wie stark der Beton in der Rohrleitung hafte und wie hoch der notwendige Pumpdruck sein müsse.

Die SP 7500 D arbeitet mit Differenzialzylindertechnik, die zwei Betriebsmodi ermöglicht: Im stangenseitigen Modus wird eine höhere Fördergeschwindigkeit bei begrenztem Druck erreicht, im kolbenseitigen Betrieb sind höhere Drücke bei reduzierter Geschwindigkeit möglich.

Die Umstellung auf den kolbenseitigen Betrieb erfolgte nach eigener Auskunft im Juli 2024 bei einer Bauhöhe von rund 200 m. Die Pumpe soll im stangenseitigen Betrieb einen maximalen Betonförderdruck von 156 bar erreichen, im kolbenseitigen Modus bis zu 243 bar. Theoretisch lassen sich damit Förderhöhen von bis zu 700 m realisieren, heißt es.

Aktuell liegt der Takt des Rohbaus bei einem Stockwerk alle acht Tage. Noch diesen Monat sollen alle Betonierarbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt werden etwa 75.000 m³ Beton verarbeitet.

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