Rees (ABZ). – Seit mittlerweile 18 Jahren ist Virtual Steel als 3D-Programmsystem für den Stahlbau in vielen Ingenieurbüros in Einsatz und in 2024 bei der Version 13 angelangt. Die neue Version macht es laut Entwicklern noch einfacher, den passenden Anschluss auszuwählen oder Schweißgruppen zu selektieren.
Virtual Steel verwendet seit der ersten Version bereits die Stücklistentabelle als aktives Bedienelement. In der neuen Version 13 kann man nun direkt mit einem Blech oder einer Voute in die zugehörige Werkstattzeichnung wechseln. Ist das Anbauteil an unterschiedlichen Trägerpositionen angeschweißt, so sollen sich direkt alle Positionen in der Werkstattzeichnung öffnen, die dieses Element verwenden.
Bei den Anschlusskategorien differenziere Virtual Steel nun noch feiner. Vorbeilaufende Profile haben nun eine eigene Anschlusskategorie und werden somit dem Anwender vorgeschlagen, sobald er zwei Profile zum Verbinden selektiert hat. Durch neue Schalter in der Oberfläche sollen anschließend mit einem Mausklick alle angeschlossenen Profile mit selektiert werden können; bei geschraubten Anschlüssen sind es nur die direkt angeschraubten Profile, bei angeschweißten Profilen werden alle Profile, die ebenfalls über eine Schweißverbindung angeschlossen sind, automatisch mit selektiert. Das funktioniere auch mit Projekten, die mit älteren Virtual Steel Versionen erzeugt und bearbeitet wurden.
Aufgrund der regelbasierten Technik bei den Anschlüssen, die verwendet wird, soll eine unerschöpfliche Vielfalt an Anschlüssen dem System hinzugefügt werden können. So sind auch in der aktuellen Version weitere Anschlüsse ergänzt worden, vornehmlich im Bereich Geländerpfosten und Fassadenkonstruktionen. Das Konzept von Virtual Steel sieht laut eigener Aussage vor, dass sich das System möglichst reibungslos in die vorhandene CAD-Landschaft integriert, es über IFC, DXF, STEP oder eine direkte Kopplung.
Für Anwender des Stahlbetonbau-System Strakon soll es zum Beispiel als Modul direkt in Strakon aktiviert werden können und übernimmt dann die 3D-Geometrie aus Strakon um beim Verlassen den bearbeiteten Stahlbau zurückzugeben. Dieser Bereich wurde in der Version 13 dahingehend erweitert, dass man auch Teilearten aus Strakon auswählen und den Profilen Stahlbau-Objekten zuweisen kann, heißt es seitens des Unternehmens.
Des Weiteren sollen auch Geometrien und Profile aus 3D-Statikprogrammen eingelesen und verarbeitet werden können, genauso wie Punktwolken, die über das e57-Format eingelesen werden.
Eine zeitlich unbegrenzt laufende Testversion kann beim Hersteller angefordert werden, so dass man ohne Zeitdruck sich in Virtual Steel einarbeiten kann. Ein Tutorial im PDF-Format und viele Videos auf der YouTube-Plattform erleichtern dabei den Einstieg.