Berlin (ABZ). – Am 1. August startet in den meisten Betrieben das Ausbildungsjahr 2024. "Wer mit dem Kopf mitten in einer Ausbildung steckt und zwischen Baustelle oder Gastrobetrieb und Berufsschule hin- und herpendelt, soll sich nicht auch noch um eine bezahlbare Unterkunft sorgen müssen", sagte Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Geywitz ergänzte: "Wir haben deshalb im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Ländern das Programm Junges Wohnen, speziell für den Neubau und die Modernisierung von Studierenden- und Azubiwohnheimen, auf den Weg gebracht und mit jährlich 500 Millionen Euro Bundesmitteln ausgestattet."
"Bezahlbare Wohnraumangebote für Azubis sind ein wichtiger Teil der Ausbildungsförderung und müssen weiter an Bedeutung gewinnen. Das Programm Junges Wohnen erleichtert vielen jungen Menschen den Einstieg in eine duale Ausbildung", erläuterte Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Bezahlbarer Wohnraum könne mehr Jugendliche dazu motivieren, eine Ausbildung auch außerhalb ihrer Heimatregion zu beginnen.
Azubis brauchen Unterstützung beim Wohnen
Dadurch ließen sich freie Ausbildungsplätze besetzen und regionale Probleme auf dem Ausbildungsmarkt lösen. Azubis brauchen laut Verband genauso wie Studierende Unterstützung beim Wohnen.
Dittrich weiter: "Um die Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu erreichen, war es daher zweifellos ein wichtiger Schritt, 2023 und 2024 Mittel für den Bau von Studierenden- und Azubiwohnheimen zur Verfügung zu stellen. Dieses Programm muss 2025 unbedingt fortgeführt und weiterentwickelt werden." So seien etwa temporäre Wohnangebote notwendig, damit Azubis auch länderübergreifende Berufsschulen besuchen könnten.
Es geht um die Zukunft junger Menschen
Stefan Körzell, DGB-Vorstandsmitglied: "Das Programm Junges Wohnen ist und bleibt wichtig, denn es geht hier um die Zukunft für viele junge Menschen – die Suche nach einem Ausbildungsplatz darf nicht daran scheitern, dass sie keine bezahlbare Wohnung finden.
Der DGB begrüßt deshalb die Fortführung des Förderprogramms Junges Wohnen bis 2025. Allerdings müssen die Fördermittel langfristig verstetigt werden, um den Anbietern von Jugendwohnen vor Ort Planungssicherheit zu geben." Gleichzeitig müssten die Länder sicherstellen, dass die Gelder auch abgerufen und zielgerichtet eingesetzt werden würden.