Berlin | (ABZ) »Das Bundeskartellamt hat gegen sechs Unternehmen Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 60,3 Millionen Euro wegen einer Kundenschutz- und Preisabsprache sowie Submissionsabsprachen im Bereich Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise (»DSK«) verhängt. Das teilte die Behörde kürzlich mit.
»Die führenden DSK-Anbieter in Deutschland haben sich über viele Jahre zahlreiche Aufträge der öffentlichen Hand gegenseitig zugespielt. Vereinbart war, dass grundsätzlich derjenige Anbieter alle künftigen DSK-Aufträge eines Kunden erhalten sollte, der diesen Kunden erstmalig für die Bauweise DSK gewonnen hatte«, erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, und führt aus: »War ein beteiligtes Unternehmen nicht ausgelastet und benötigte zusätzliche Aufträge, wurde von dieser »Stammkunden«-Zuordnung in Einzelfällen abgewichen oder es wurde eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, um den Auftrag auf mehrere Anbieter aufzuteilen.«
Die Verstöße betrafen demnach eine Vielzahl von Ausschreibungen und Aufträgen von öffentlichen und privaten Auftraggebern im gesamten Bundesgebiet und seien 2019 beendet worden.