Heinsberg (ABZ) | Absturzunfälle zählen zur gefährlichsten Unfallkategorie auf deutschen Baustellen – und das gilt in besonderem Maße für den Tiefbau.
Laut Angaben der BG Bau waren Abstürze für rund 70 % aller tödlichen Arbeitsunfälle verantwortlich, wobei sich jedes Jahr rund 7.000 Leiterunfälle ereignen, von denen etwa die Hälfte durch einen Sturz verursacht wird. Neben Verschüttungen und herabfallenden Gegenständen gehört der Absturz zu den drei Hauptunfallursachen beim Arbeiten in und an Baugruben, weshalb der sichere Zugang zur Grube einen hochgradig sicherheitskritischen Punkt darstellt, der von Anfang an systematisch geplant werden muss. Dennoch ist das Bild einer einfachen angelehnten Sprossenleiter, die provisorisch gegen die Verbaukante gestützt wird, als einziger Weg in die Baugruben auf vielen Baustellen noch immer Realität.
Dieser Zustand ist jedoch nicht nur unpraktisch, sondern akut gefährlich und oft strikt regelwidrig, betont die TWF Tiefbautechnik GmbH. Die BG Bau stellt klar, dass Leitern als Zugangsmittel ausdrücklich nur als Ausnahme anzusehen sind; nach dem gesetzlichen STOP-Prinzip müssen Arbeitgeber stattdessen zwingend prüfen, ob sicherere technische Alternativen verfügbar sind.
Da in vielen engen Tiefbau-Situationen der Platz für klassische Bautreppen fehlt, sind geprüfte Systemlösungen gefragt, die die notwendige Leiternutzung mit einem integrierten Absturzschutz verbinden. Als Antwort auf diese Anforderungen bietet TWF Tiefbautechnik mit ihrer Einstiegshilfe laut eigener Aussage eine normkonforme Systemlösung an, die für die direkte Verwendung mit den hauseigenen TWF Absturzsicherungen im täglichen Tiefbaueinsatz entwickelt wurde. Das System sei speziell für den sicheren Zugang zu Baugruben konstruiert worden, die durch Verbauboxen oder Gleitschienenplatten gesichert sind.
Die zugehörige Plattform wird mithilfe von Klemmschrauben direkt an der Oberkante der Verbauplatten fixiert. Den technologischen Kern des Systems bilden eine selbstschließende Sicherheitstür, eine rutschfeste Begehung mit Verlängerungsarmen für verschiedene Einbautiefen sowie eine integrierte Leiterhalterung zur festen Sicherung der Leiter. Zusätzlich besteht die Option, einen speziellen Ankerpfosten anzubringen, um ein Höhensicherungsgerät zu installieren.
Der Nutzer schließt sich vor dem Abstieg an diesem Höhensicherungsgerät an, wodurch ein gefährdungsarmer Absturzschutz während des gesamten Auf- und Absteigens gewährleistet ist, so der Hersteller. Ab einer Grabentiefe von 5 m empfiehlt das Unternehmen den Einsatz der TWF-Verbauleiter mit einem integrierten Rückenschutzkorb. Diese Ausführung ist mit einem sicheren Einstieg, einem Ausstieg sowie metrigen Verlängerungsstücken ausgestattet und für den Einsatz in Baugruben bis zu einer Tiefe von 10 m offiziell zugelassen.
Das gesamte TWF-Programm für umfassende Zugangssicherheit setzt sich aus aufeinander abgestimmten Komponenten zusammen, die einzeln oder kombiniert eingesetzt werden können.