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Fundament für Wärmespeicher Tiefstack

Von ABZ
Anspruchsvolle Gründung
Insgesamt 59 Großbohrpfähle wurden vom Porr Spezialtiefbau in den Baugrund eingebracht. | Foto: Porr

Hamburg (ABZ) | Porr Spezialtiefbau hat die Gründungsarbeiten für den neuen Wärmespeicher im Energiepark Tiefstack nach eigenen erfolgreich abgeschlossen.

Mit der Herstellung von 59 Großbohrpfählen wurde die Grundlage für eines der zentralen Energieinfrastrukturprojekte der Hansestadt geschaffen.

Der Wärmespeicher ist ein zentraler Bestandteil der »Tiefstack Transformation« (TiTra), mit der die Hamburger Energiewerke GmbH die Wärmeversorgung der Stadt schrittweise klimaneutral gestalten will.

Der 51 m hohe Wärmespeicher wird künftig bis zu 43 Millionen Liter Wasser aufnehmen und als großvolumiger Wärmepuffer für das Hamburger Fernwärmenetz dienen. Überschüssige Wärme aus industrieller Abwärme, der Müllverwertung oder Flusswasser-Wärmepumpen kann gespeichert und bei steigendem Bedarf wieder in das Netz eingespeist werden. Dadurch erhöht sich die Flexibilität des Energiesystems, die Versorgungssicherheit wird gestärkt und die CO₂-Emissionen werden nachhaltig reduziert.

Schlüsselprojekt

Bevor der Wärmespeicher errichtet werden kann, galt es zunächst, die Voraussetzungen im Baugrund zu schaffen. Das Team von Porr Spezialtiefbau stellte hierfür insgesamt 59 Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 88 cm und einer Länge von rund 21 m her. Die Pfähle reichen bis in Tiefen von etwa 22 m und bilden das tragende Fundament für die enormen Lasten des späteren Bauwerks.

Die Arbeiten fanden unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen statt. Aufgrund des hohen Grundwasserstands, beengter Platzverhältnisse sowie des laufenden Kraftwerksbetriebs waren höchste Anforderungen an Planung und Ausführung gestellt. Um die Standsicherheit der Bohrungen sicherzustellen und einen hydraulischen Grundbruch zu vermeiden, wurden die Pfähle mit Verrohrung und Wasserauflast hergestellt.

Die Planung der Pfahlgründung und die Ausführungsplanung verantwortete Porr Spezialtiefbau Planung.

Erfolgreiche Übergabe

Nach Abschluss der Bohrarbeiten wurden die Pfahlköpfe freigelegt und gekappt. Anschließend begannen die Bewehrungsarbeiten für die spätere Fundamentplatte. Mit der Betonage der Sohlplatte ging das Projekt in die nächste wesentliche Bauetappe über.Ende April erfolgte die planmäßige Übergabe der Baustelle vom Porr Spezialtiefbau an Porr Hochbau Nord. Die enge Zusammenarbeit innerhalb der Dach-ARGE »TiTra Wärmespeicher Tiefstack« ermöglicht einen nahtlosen Übergang zwischen den Gewerken und sorgt für einen kontinuierlichen Baufortschritt.

Im nächsten Schritt werden die Fundamente hergestellt, bevor der eigentliche Wärmespeicher in die Höhe wächst. Parallel entstehen weitere Bauwerke wie das Technikgebäude und der Treppenturm.

Nachhaltige Infrastruktur

Mit dem Projekt unterstreicht Porr ihre Kompetenz bei der Realisierung komplexer Infrastrukturprojekte für die Energiewende. Die integrierte Umsetzung aus Spezialtiefbau und Hochbau steht nach Unternehmensangaben exemplarisch für technisch anspruchsvolle, nachhaltige Lösungen.

Der Wärmespeicher soll Ende 2027 baulich fertiggestellt und im ersten Halbjahr 2029 in Betrieb genommen werden. Als bedeutender Baustein des zukünftigen Energieparks Tiefstack wird er einen starkes Beitrag zum Kohleausstieg und zur nachhaltigen Wärmeversorgung der Metropolregion Hamburg leisten.

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