Leawood / USA (ABZ) | WireCo hat Vibrationen und Schockübertragungen als wesentliche Ursache für strukturelle Ermüdung bei Bergbaugeräten identifiziert und steuert dem mit seinen synthetischen »UNION Gladiator«-Abhängungen entgegen.
Der weltweit agierende Anbieter von Draht- und Synthetikseillösungen WireCo hat Vibrationen und Schockübertragungen als wesentliche Ursache für strukturelle Ermüdung bei Bergbaugeräten identifiziert und steuert dem mit seinen synthetischen »UNION Gladiator«-Abhängungen entgegen. Die Komponenten sollen speziell entwickelt worden sein, um diese Kräfte bei Draglines (Schurfkübelbaggern) und elektrischen Seilbaggern zu reduzieren. Da Minenbetriebe ihre Ausrüstung zunehmend maximal auslasten, gewinnt das Management dynamischer Lasten laut Unternehmen an Bedeutung. Insbesondere bei Hartgesteinsanwendungen wandern die beim Grabevorgang erzeugten Stöße durch den Ausleger in die Maschinenstruktur und verursachen wiederkehrende Belastungszyklen in tragenden Komponenten, was langfristig zu Ermüdungserscheinungen an Schweißnähten und hochbelasteten Verbindungen führt.
Synthetische Seilabhängungen fungieren innerhalb dieses Lastpfads als Dämpfungselement, indem sie einen Teil der Energie absorbieren und ableiten, bevor sie sich im Ausleger ausbreiten kann. Durch das Kappen von Spitzenlasten und eine gleichmäßigere Spannungsverteilung begrenzen sie lokale Belastungskonzentrationen, die andernfalls Risse und vorzeitiges Bauteilversagen nach sich ziehen würden.
In einer Vergleichsanalyse an einem elektrischen Seilbagger verringerten die synthetischen Abhängungen laut Unternehmen die harmonische Energie um 13 % und senkten die Seitenlastspannung um rund 29 %. Dies resultierte in einer durchschnittlichen Steigerung der Bauteillebensdauer um 14 %. Brent Dein, Technical Services Engineering Manager bei WireCo, erläutert dazu: »Vibrationen erhalten nicht immer die Aufmerksamkeit, die sie verdienen, aber sie sind ein Haupttreiber für langfristige strukturelle Schäden. Wenn man kontrollieren kann, wie sich diese Energie durch die Maschine bewegt, lassen sich Ermüdung reduzieren, Reparaturen begrenzen und die Ausrüstung konsequenter in Betrieb halten.«Neben der Maschinenschonung habe die Technologie direkte Auswirkungen auf das Personal. Niedrigere Vibrationspegel erhöhen den Komfort während langer Arbeitsschichten. Zudem unterstützen sie industrielle Bestrebungen, die Belastung der Mitarbeiter im Einklang mit Arbeitsschutzrichtlinien zu minimieren, wie sie unter anderem von Organisationen wie der Occupational Safety and Health Administration (OSHA) vorgegeben werden.
Die wirtschaftliche Bewertung verschiebe sich dadurch zunehmend auf den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Obwohl synthetische Seilabhängungen im Vergleich zu Stahl höhere Anschaffungskosten verursachen, sind sie für die gesamte Lebensdauer der Maschine ausgelegt, so das Unternehmen. Das reduziere die Austauschhäufigkeit sowie Wartungseingriffe und verbessert die Maschinenverfügbarkeit. »Bei Hochleistungsbetrieben übersteigen die Kosten für Stillstandszeiten sehr schnell die Anfangsinvestition«, ergänzt Dein. »Deshalb bewerten immer mehr Minen diese Entscheidungen auf Basis der langfristigen Leistung und nicht allein nach den Anschaffungskosten.«
Laut WireCo ist dieser Ansatz besonders für den Abbau hochwertiger Rohstoffe wie Kupfer, Gold und Lithium relevant, wo bereits geringe Ausfallzeiten Auswirkungen auf die Produktionsleistung haben. Das global tätige Unternehmen WireCo hat seinen Hauptsitz in Leawood, Kansas (USA), und betreibt weltweit Produktionsstätten.