Dresden (ABZ). – Die Sachsenmilch Leppersdorf GmbH, eine der modernsten Molkereien Europas und größter Standort der Unternehmensgruppe Theo Müller (UTM), verarbeitet jährlich mehr als 1,65 Milliarden kg Milch zu verschiedenen Produkten.
Um die Arbeitssicherheit für die rund 3000 Beschäftigten zu gewährleisten, setzt das Unternehmen auf die Unterstützung durch Beutlhauser Safe Work aus Dresden. Die Zusammenarbeit begann 2016 mit ersten Unterweisungen für Flurförderzeugfahrer und wurde seither kontinuierlich ausgebaut. Seit 2019 ist das Safe Work-Team neben diversen Schulungen auch für den Technischen Prüfdienst verantwortlich.
Aufgrund der Größe des Werks in Leppersdorf laufen die technischen Prüfungen ganzjährig. "Die technische Prüfung läuft das ganze Jahr über – sonst wäre das bei unserer Größe nicht zu schaffen", erklärt Anke Schneider, angehende Fachkraft für Arbeitssicherheit. Alle zwei bis drei Wochen ist Prüfer Ronny Meißner von Safe Work vor Ort, um systematisch sämtliche Abteilungen und Bereiche zu kontrollieren.
Auf dem Prüfplan stehen tausende Arbeits- und Betriebsmittel, darunter etwa 190 Regale unterschiedlicher Größen, über 2500 Leitern, rund 200 Sekuranten auf den Dachanlagen und 34 Balancer. Zudem müssen sämtliche Gitterrostlaufwege im gesamten Werk überprüft werden.
"Die Herausforderung bei all diesen Prüfungen ist die schiere Größe des Werks. An einem Prüftag kommen leicht vier bis acht Kilometer Fußweg zusammen. Dabei bewegt man sich in einem komplexen System aus Edelstahlleitungen, Abfüllanlagen und modernster Prozesstechnik", beschreibt Ronny Meißner das besondere Arbeitsumfeld.
Neben der ordnungsgemäßen Durchführung der Prüfungen achtet er besonders auf die Einhaltung der strengen Hygienevorschriften, die in einem Lebensmittel produzierenden Unternehmen erforderlich sind. Die Health & Safety Abteilung von Sachsenmilch schätzt vor allem die Eigenständigkeit des Prüfers. "Wir wissen, dass er selbständig und zuverlässig sehr gute Arbeit leistet und wir durch ihn und den Technischen Prüfdienst abgesichert sind", sagt Carsten Leuthold, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Sachsenmilch.
Auch die ausführliche Dokumentation der Prüfungen mit Protokollen und Mängelberichten wird als wichtiger Vorteil gesehen. "Rechtlich gesehen ist die Katasterpflege natürlich besonders wichtig", betont Schneider. Lediglich die monatlichen Sichtprüfungen von Regalen werden von internen Mitarbeitern durchgeführt, die zuvor von Beutlhauser entsprechend geschult wurden.
Im Schulungsbereich umfasst die Zusammenarbeit weitere Aspekte. Da am Standort Leppersdorf rund 900 Staplerfahrer arbeiten, liegt ein Schwerpunkt auf Schulungen für Flurförderzeugfahrer. Darüber hinaus werden auch Bediener von Hubarbeitsbühnen und Kranen erst- und nachgeschult. "Allein im Jahr 2023 hat Beutlhauser rund 80 Schulungen für uns abgehalten. Die eine Hälfte an der Beutlhauser-Niederlassung in Dresden, die andere Hälfte direkt bei uns im Werk", erläutert Sophie Knauthe, die die technischen Schulungen für das Unternehmen koordiniert.
"Wir machen das nicht nur, weil es der Gesetzgeber vorschreibt. Wir schätzen unsere Mitarbeiter und wir achten auf sie", betont Leuthold. "Ein wichtiger und sinnvoller Baustein dabei ist für uns die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Beutlhauser. Die Mitarbeiter bilden sich aktiv weiter. Wir schätzen den Wissenstransfer und den fachlichen Austausch", ergänzt Schneider.