Göttingen (ABZ). – Die Haberland Möbelspedition hat vor einem Jahr eine Kooperation mit Carhartt gestartet. Geschäftsführerin Romina Wolff berichtet über die Auswirkungen der neuen Arbeitskleidung auf Team, Kunden und Bewerber.
Ursprünglich ging es darum, das Team mit strapazierfähiger, funktionaler Arbeitskleidung auszustatten. Doch die Entscheidung hatte weitreichende Auswirkungen. "Die neue Workwear hat das Zugehörigkeitsgefühl deutlich gestärkt. Unsere Mitarbeitenden treten sicherer auf, sind sichtbarer und wirken – sowohl im internen Umgang als auch extern – professioneller und einheitlicher", sagt Wolff.
Die Rückmeldungen der Mitarbeiter reichten von "endlich mal was mit Stil" bis hin zu "ich fühle mich zum ersten Mal wirklich wohl in meiner Arbeitskleidung". Besonders überrascht war Wolff von zwei direkten Anfragen anderer Handwerksunternehmer, denen die Kleidung so positiv aufgefallen war, dass sie ebenfalls ihre Mannschaft mit Carhartt-Produkten ausstatten wollten.
Positive Außenwahrnehmung durch Markenidentität
Die Außenwahrnehmung des Unternehmens hat sich laut Wolff definitiv verändert. "Unsere Kunden und Partner sprechen uns regelmäßig darauf an. Die Marke Carhartt wird positiv wahrgenommen. Sie steht für Authentizität, Stärke und Stil. Diese Assoziationen übertragen sich direkt auf unser Unternehmen."
Arbeitskleidung sei heute mehr als nur Schutz und Funktion: "Kleidung kommuniziert – nach innen wie außen. Sie zeigt Haltung, Werte und Zugehörigkeit. Sie kann motivieren, empowern und Identität stiften", erklärt die Geschäftsführerin.
Die Entscheidung für Carhartt begründet Wolff mit den Werten der Marke: "Carhartt steht für Authentizität, Handwerk und Widerstandsfähigkeit. Werte, die perfekt zu unserem Alltag passen. Die Marke ist bodenständig und dennoch progressiv. Genau wie wir."
Besonders beliebt im Team ist der Zip-Hoodie, der sowohl im Lager als auch auf Umzügen und im Büro getragen wird. Die Kooperation wirkt sich auch positiv auf das Employer Branding aus: "Bewerber nehmen die Kleidung wahr und finden sie cool. Es wirkt modern, organisiert und wertschätzend. Aspekte, die für die jüngeren Generationen im Berufsleben immer wichtiger werden", so Wolff.
Neben der Arbeitskleidung engagiert sich Wolff für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Logistik. Sie durfte auf mehreren Panels sprechen und wurde zu Netzwerktreffen eingeladen. Klischees und unterschwellige Rollenbilder seien nach wie vor präsent, aber sie sehe einen langsamen Wandel in der Branche.
"Unternehmen, die Vielfalt ernst nehmen, gewinnen an Stärke – das spricht sich herum", sagt Wolff. Anderen Unternehmerinnen in männerdominierten Branchen rät sie: "Mut zur eigenen Stimme. Netzwerke suchen. Und sich nicht kleiner machen, nur weil der Ton manchmal rauer ist."