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Mit Pflaster saniert

Von ABZ
Aufwertung des Stadtzentrums
Im verlegten Zustand ist das werkseitig fixierte, steinumfassende EPDM Profil kaum zu erkennen. | Foto: Beton-Pfenning

Wörrstadt (ABZ) | Mit dem Städtebauförderungsprogramm »Kleinere Städte und Gemeinden« haben Bund und Länder zwischen 2010 und 2019 Kommunen unterstützt.

Ziel war es, zentrale Versorgungsfunktionen langfristig zu sichern und Ortskerne als wirtschaftliche, soziale und kulturelle Anlaufpunkte zu stärken..Auch die Stadt Wörrstadt in Rheinland-Pfalz nutzte das Förderprogramm zur Aufwertung ihres Stadtzentrums. Im Rahmen der Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße wurde nach Herstellerangaben ein Betonpflastersystem der Beton pfenning GmbH eingesetzt.

Die Friedrich-Ebert-Straße gilt als wichtige Versorgungsachse der Stadt. Entlang der Straße befinden sich unter anderem Bankfilialen, Apotheken sowie weitere Geschäfte des täglichen Bedarfs. Die bisherige Ausführung mit Asphaltfahrbahn und Gehwegen aus Doppelverbundpflaster entsprach nach Angaben der Projektverantwortlichen nicht mehr den Anforderungen an die Gestaltung des Ortskerns. Daher wurde eine umfassende Erneuerung beschlossen. Bereits im August 2021 erfolgte ein erster Bauabschnitt. Der zweite Teilabschnitt des zweiten Bauabschnitts wurde Anfang Mai 2026 für den Verkehr freigegeben.

Andrea Koch aus Hergenfeld erläutert die Maßnahme folgendermaßen: „Eine erneute Asphaltierung kam aus gestalterischen Gründen nicht infrage. Lediglich im letzten Abschnitt wurde die Fahrbahn aus Asphalt hergestellt, da dieser aufgrund der anliegenden Märkte insbesondere durch Lieferverkehr stark frequentiert wird. Für den restlichen Straßenraum wurde ein ansprechender Betonpflasterbelag gesucht, der zudem die Möglichkeit bietet, farbliche Akzente zu setzen. Gleichzeitig musste berücksichtigt werden, dass die Straße werktags von mehr als 60 Bussen und ca. 5.000 Kfz genutzt wird. Die Belastungsklasse liegt hier zwischen 1,8 bis 3,2. Daher war ein Belag erforderlich, der auch unter hoher Belastung formstabil bleibt und sich nicht verschiebt“, so Koch.

Für die rund 2800 m² große Fläche kam erneut das Pflastersystem CombiConnect von Beton pfenning zum Einsatz. Nach Herstellerangaben verfügen die Steine über ein werkseitig befestigtes, steinumfassendes EPDM-Profil. Dadurch werden gemäß DIN 18318 Fugenbreiten von 4 mm erreicht.

Hendrik Jäger, Verkaufsleiter bei Beton pfenning, erklärt: »Schon seit längerer Zeit haben wir nach Alternativen gesucht, die die Verlegung vereinfachen und die stets eine optimal ausgeprägte Fuge garantieren. Der Werkstoff EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) war schließlich die Lösung. In Belastungstests haben wir herausgefunden, dass sich dieser Synthesekautschuk sehr gut als Fugenmaterial eignet. Bei unserem Betonsteinsystem CombiConnect sind die Steine mit einem werkseitig fixierten, steinumfassendem EPDM Profil ausgestattet. EPDM ist ein dynamisches Material und damit hervorragend geeignet für einen maximalen Lastabtrag. Gemäß der DIN 18318 ergeben sich stets normgerechte Fugenbreiten von 4 mm.« Nach Herstellerangaben ist das Material recycelbar sowie frost-, tausalz- und temperaturbeständig im Bereich von -50 bis +145°C. Zudem verfüge das System über eine wartungsarme Fuge.

Koch erklärt weiter: »Das System überzeugte auch deshalb, weil der CombiConnect-Pflasterstein gegenüber herkömmlichem Pflaster über eine wartungsarme Fuge verfügt. Dadurch kann weder Splitt noch Sand aus den Fugen ausgewaschen werden, und auch der Einsatz von Kehr-Saugmaschinen ist problemlos möglich. Das Pflaster im Format 30 × 18 × 10 Zentimeter ließ sich zudem einfach und zügig im Ellenbogenverband verlegen. Die integrierte EPDM-Fuge sorgt dabei für ein gleichmäßiges und sauberes Fugenbild.«

Für die Fahrbahn wurden Steine mit edelstahl-kugelgestrahlter Oberfläche im Farbton »onyx Steel« verwendet. Die Gehwege erhielten den Farbton »aurum Steel«, während die Stellplatzbereiche mit »carbon Steel« ausgeführt wurden. Andrea Koch dazu: »Das oberflächenveredelte Betonpflaster wirke deutlich attraktiver als die frühere Asphaltfläche. Zudem sorgt die farbliche Differenzierung von Fahrbahn, Gehwegen und Parkstreifen für eine klare Gliederung des barrierefrei gestalteten Straßenraums. Dies erhöht nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern trägt gleichzeitig zu einem insgesamt ansprechenden Erscheinungsbild bei.« Nach Angaben der Beteiligten werden durch die wartungsarmen Fugen langfristig geringere Aufwendungen für die Pflege der Flächen erwartet.

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