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Temporäres Bürogebäude in Heide

Adapteo errichtete ein temporäres Bürogebäude in Heide aus 120 Hybridmodulen. Modulare Bauten sind flexibel, ressourcensparend und für Großprojekte attraktiv.

Von ABZ
Aus 120 Hybridmodulen entstanden
In Heide entstand nach vier Monaten Bauzeit ein zweigeschossiges Bürogebäude mit insgesamt 2610 m² Fläche. |

Für die neue Batterieproduktionsanlage von Northvolt in Heide, Schleswig-Holstein, hat Adapteo ein temporäres Bürogebäude aus 120 Hybridmodulen in Holz- und Stahlkonstruktion errichtet.

Heide (ABZ). –Das Projekt zeigt nach Unternehmensangaben, wie zukunftsweisend flexible Gebäudelösungen für die Begleitung von Großprojekten in Deutschland sind.

Lediglich vier Monate Bauzeit

"Das Interesse der großen Infrastrukturprojekte nach Interimslösungen dokumentiert, dass zirkuläre Kreisläufe und auch die Wirtschaftlichkeit des Konzepts attraktiv sind", erklärt Frederik Illing, Executive Vice President BA DACH und MD Adapteo GmbH.

"Wegen der kurzen Bauzeiten, der Flexibilität, des hohen Komforts, der Funktionalität und durch das zirkuläre System wächst die Nachfrage für modulare Interimsgebäude."

In Heide entstand nach vier Monaten Bauzeit ein zweigeschossiges Bürogebäude mit insgesamt 2610 m² Fläche. Das Gebäude wurde in U-Form mit einer Eingangshalle über zwei Etagen gebaut. Trotz der standardisierten Modulbauweise wurden offene Arbeitsbereiche sowie interne Workspaces und Meetingräume integriert.

Sanitäre Anlagen und Gemeinschaftsbereiche wurden mit hochwertigen Materialien ausgestattet. Den Mitarbeitenden steht auch eine 65 m² große Dachterrasse zur Verfügung. Zur Ausstattung gehört zudem eine Photovoltaik-Anlage mit 50 Solarmodulen.

Adapteo ist auch an anderen Großprojekten beteiligt. Für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels hat das Unternehmen ein Wohncamp mit 42.000 m² in Rødbyhavn geschaffen. "Das Projekt ist bisher der größte Auftrag in der Geschichte von Adapteo und umfasst flexible Gebäude für die Unterbringung und kommunale Einrichtungen für die Tunnelarbeiter.

Bis 2027 ist die Mietdauer geplant", so das Unternehmen. Mit diesem Konzept erspart sich der Auftraggeber die Organisation zur Nutzung nach der Fertigstellung des Tunnels und bleibt flexibel bei der Bereitstellung von Arbeits- und Wohnraum. "Die Entwicklung in diesem Segment der Baubranche zeigt: Modulbauten sind Gamechanger für innovative Arbeitswelten und Projekte, jetzt und in Zukunft", resümiert Illing.

Startschuss war im Frühjahr 2024

Der Startschuss für den Bau der Northvolt-Fabrik, ein 4,5-Milliarden-Euro-Projekt, erfolgte Ende März 2024. Das Bürogebäude wurde im August bezogen.

Allerdings sagte eine Unternehmenssprecherin jüngst, man warte die Gespräche des Insolvenzverwalters der schwedischen Muttergesellschaft Northvolt AB mit potenziellen Investoren ab, um zu beurteilen wie der Bau der Anlage doch noch weitergehen kann.

Modulare Gebäude sparen laut Adapteo bereits während der Bauphase Ressourcen, da die Bauteile mit hohem Vorfertigungsgrad zur Baustelle geliefert werden.

Nach Erfüllung ihrer Funktion können die Module an einem anderen Ort für eine neue Nutzung wiederverwendet werden. Diese Form des Bauens sei wirtschaftlich genauer kalkulierbar als der klassische Hausbau.

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