Ratingen (ABZ) I Die DKV Mobility Group SE hat ihren Nachhaltigkeitsbericht 2025 vorgelegt und nach eigenen Angaben Fortschritte bei der Dekarbonisierung des Geschäftsmodells sowie beim Ausbau des Angebots für alternative Antriebe erzielt. Das Unternehmen versteht sich als Plattform für internationale Mobilitätsdienstleistungen.
Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist die Reduktion der Scope-3-Emissionen um 73 % gegenüber dem Basisjahr 2022. Damit wurde das Zwischenziel im Rahmen der Science Based Targets initiative (SBTi), das eine Reduktion um 42 % bis 2030 vorsieht, laut Unternehmen fünf Jahre früher als geplant erreicht. Scope-3-Emissionen umfassen dabei alle indirekten Treibhausgasemissionen entlang der Kraftstoffwertschöpfungskette.
Auch im eigenen Betrieb verzeichnete DKV Mobility eine Reduktion der Emissionen um 12 % gegenüber 2022. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem einen gesunkenen Energieverbrauch sowie einen Anteil erneuerbarer Energien von rund 60 % an den eigenen Standorten.
Sebastian Klauke, CEO der DKV Mobility Group SE, erklärt: »Nachhaltigkeit ist ein Grundpfeiler unserer Strategie – nicht nur bezogen auf unsere eigenen Emissionen, sondern als Teil unseres Geschäftsmodells: Wir treiben die Transformation hin zu einer digitalen, effizienten und nachhaltigen Mobilität der Zukunft aktiv voran und erleichtern unseren Kunden den Umstieg auf alternative Antriebe. Die Ergebnisse dieses Berichts zeigen, dass wir mit der Umsetzung erfolgreich sind. Wir haben in allen ESG-Dimensionen messbare Fortschritte erzielt, auf die unser Team zu Recht stolz sein kann. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen«.
Parallel zum Klimazielausbau hat das Unternehmen sein europaweites Ladenetzwerk deutlich erweitert. Dieses umfasst nach Angaben von DKV Mobility erstmals mehr als eine Million Ladepunkte, was einem Zuwachs von rund 177.000 Ladepunkten beziehungsweise 20 % gegenüber 2024 entspricht. Damit zählt das Netzwerk zu den größten seiner Art in Europa.
Auch das Angebot an alternativen Kraftstoffen wurde ausgebaut. Es umfasst laut Bericht mehr als 25.000 Stationen für LNG, CNG und Wasserstoff. Das Netz für HVO100 wuchs um mehr als 1.500 Standorte auf insgesamt über 4.100 Stationen in 20 Ländern.
Ergänzt wird das Portfolio durch digitale Anwendungen wie den DKV Carbon Monitor, der die automatisierte Erfassung und Dokumentation von CO₂e-Emissionen im Fuhrpark ermöglichen soll.
Im Bereich Organisation und Personal berichtet das Unternehmen über eine Frauenquote von nahezu 50 % in der Belegschaft sowie einen Anteil von 36 % weiblich besetzter Führungspositionen. Zudem wurde das Programm »EmpowHER« zur Förderung weiblicher Führungskräfte weiter ausgebaut.
Im Rahmen des jährlichen Community Day engagierten sich nach Angaben des Unternehmens mehr als 500 Mitarbeitende an zehn Standorten in sieben Ländern. Insgesamt wurden 35 Projekte unterstützt, von denen rund 3.200 Menschen profitierten.
Auch im Bereich ESG-Ratings wurde DKV Mobility erneut bewertet. EcoVadis vergab erneut eine Platinmedaille, womit das Unternehmen zu den besten 1 % der weltweit bewerteten Unternehmen zählt. Im CDP-Rating verbesserte sich das Unternehmen von »B« auf »A–« im Bereich Klimaschutz.
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung orientiert sich laut Unternehmen an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) sowie des United Nations Global Compact (UNGC). Der Bericht enthält zudem erste Elemente der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) sowie der European Sustainability Reporting Standards (ESRS), insbesondere im Bereich Klimawandel.