Achstetten (ABZ). – Die BWZ Achstetten GmbH hat im Landkreis Biberach eine neue Photovoltaik-Freiflächenanlage in Betrieb genommen. Der Solarpark befindet sich auf dem Gelände der Kühnbach GmbH & Co. KG in Achstetten und verfügt über eine Leistung von 4,5 MWp. Nach Betreiberangaben kommen insgesamt 7200 Solarmodule zum Einsatz. Die Anlage soll künftig das Kies- und Betonwerk sowie rund 1000 Haushalte mit regenerativ erzeugtem Strom versorgen.
Gesellschafter der BWZ Achstetten GmbH sind die Kühnbach GmbH & Co. KG sowie die BWZ Holding GmbH, ein Unternehmen der Max Wild Gruppe mit Sitz in Berkheim.
»Toll, dass es nun endlich losgeht und wir nach knapp dreijähriger Planungs- und Projektzeit hier in einer ehemaligen Kiesgrube regenerativen Sonnenstrom erzeugen können. Das ist doppelt nachhaltig«, sagt Martin Bayer, Geschäftsführer der BWZ Holding GmbH und der BWZ Achstetten GmbH.
Der Solarpark erstreckt sich über eine Fläche von 3,8 ha und wurde in einer ehemaligen Kiesgrube errichtet, die bereits rekultiviert worden war. Nach Angaben der Betreiber soll die Fläche während der geplanten Laufzeit von 30 Jahren weiter regenerieren können.
»Durch die Nutzung als Solarpark können sich die Flächen im Rahmen der 30-jährigen Laufzeit regenerieren und in der Regenerationsphase dennoch genutzt werden«, sagt Josefine Kühnbach-Zech, Geschäftsführerin der Kühnbach GmbH & Co. KG.
Das Projekt wird nach Angaben der Beteiligten im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch eine staatlich geförderte Einspeisevergütung unterstützt.
In den Bau des Solarparks investierten die Projektpartner nach eigenen Angaben knapp 4 Mio. Euro. Achstettens Bürgermeister Dominik Scholz bezeichnete das Vorhaben als Beitrag zum Klimaschutz in der Region. In der ersten Betriebsphase wird der erzeugte Strom vollständig in das öffentliche Netz eingespeist. Ab 2027 ist nach Angaben der BWZ Holding GmbH die Inbetriebnahme eines 5-MW-Grünstromspeichers vorgesehen.
»Ab 2027 planen wir die Inbetriebnahme eines 5-MW-Grünstromspeichers. Der ist bereits bestellt und kann wohl bis zum Jahresende geliefert werden«, erklärt Philipp Daiber, Projektleiter bei der BWZ Holding GmbH. Mit dem Speicher sollen künftig Lastspitzen zur Mittagszeit ausgeglichen werden, indem überschüssiger Solarstrom zwischengespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt ins Netz eingespeist wird.
Der Solarpark in Achstetten ist nach Angaben der BWZ Holding GmbH das erste Photovoltaik-Freiflächenprojekt des Unternehmens. Weitere Anlagen im Landkreis Biberach befinden sich laut Unternehmen bereits in Vorbereitung.
»Wir stehen gleich bei mehreren Solarparks im Landkreis Biberach in den Startlöchern, wie zum Beispiel in Gutenzell-Hürbel oder auch in Ochsenhausen. Hier wird es noch in diesem Jahr losgehen«, sagt Martin Bayer.