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Highway-Sanierung im Herzen der texanischen Ölregion

Von ABZ
Ausbau auf 18 Kilometern
Der Wirtgen Beton-Einbauzug bestehend aus dem Seitenbeschicker WPS 102i, dem Inset-Gleitschalungsfertiger SP 94i und dem Nachbehandlungsgerät TCM 180i sorgt für einen aufeinander abgestimmten, präzisen Einbau der neuen Verkehrsfläche. | Foto: Wirtgen Group

Midland/Odessa, USA (ABZ). – Im Permischen Becken, einer der bedeutendsten Ölförderregionen der USA, wird die Interstate 20 zwischen Midland und Odessa umfassend saniert. Nach Herstellerangaben kommt dabei Gleitschalungstechnik von Wirtgen zum Einsatz. Ziel des Projekts ist es, die Verkehrsverhältnisse auf einer der wichtigsten Verbindungen der Region zu verbessern.

Das Permische Becken erstreckt sich über rund 220.000 km² in Texas und New Mexico. Dort werden nach Herstellerangaben täglich rund 4,2 Millionen Barrel Rohöl (etwa 670 Mio. Liter) gefördert. Die Interstate 20 verbindet die Zentren San Angelo, Midland und Odessa und ist durch das hohe Verkehrsaufkommen stark belastet.

Nach Angaben des Herstellers investiert das texanische Verkehrsministerium (TxDOT) 424 Millionen US-Dollar in die Sanierung eines 18 km langen Abschnitts zwischen Midland und Odessa. Vorgesehen sind die Erweiterung der bestehenden Fahrbahnen, neue Anschlussstellen, der Umbau von Auffahrten sowie die Umwandlung von Gegenverkehrsstraßen in Einbahnstraßen. Mit dem Ausbau sollen der Verkehrsfluss verbessert und die regionale Anbindung gestärkt werden.

Den Auftrag für die Gleitschalungsarbeiten erhielt Pulice Construction. Das 1956 gegründete Unternehmen mit Standorten in Arizona und Texas gehört zur Dragados S.A. aus Madrid und arbeitet nach Herstellerangaben seit vielen Jahren mit der Wirtgen Group zusammen.

»Wir haben uns für die Maschinen von Wirtgen entschieden, weil sie von unserem Mutterkonzern in Europa häufig verwendet werden«, erklärt Rod Roglin, Equipment Superintendent von Pulice. Zu den eingesetzten Maschinen gehören der Seitenbeschicker WPS 102i, der Inset-Gleitschalungsfertiger SP 94i sowie das Nachbehandlungsgerät TCM 180i. »Aus unserer Sicht bieten diese ausgezeichneten Maschinen viel mehr Möglichkeiten«, so der erfahrene Ausrüstungsmanager.

Maschinen für den Betoneinbau

Der WPS 102i verteilt Beton laut Hersteller in Arbeitsbreiten von 4 m bis 12 m bei einer Einbaudicke von bis zu 500 mm. Ein hydraulisch teleskopierbarer Maschinenrahmen und eine modulare Beton-Abstreifeinheit ermöglichen die Anpassung der Arbeitsbreite. Das klappbare Förderband soll das Rangieren der Fahrmischer erleichtern.

Der SP 94i ist für Einbaubreiten von 3,5 m bis 9,5 m und Schichtdicken bis 45 cm ausgelegt. Nach Herstellerangaben kann die Betonausrüstung mit Verteilerschwert, Fahrbahnschalung mit automatischer Dachprofilverstellung, Edge Slump Control-Einsätzen, hydraulischen Rüttlern, geteilter Seitenschalung und Längsglätter an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden. Über eine Schnittstelle lassen sich zudem 3D-Systeme in die Maschinensteuerung integrieren.

Dank des modularen Maschinenaufbaus sowie hydraulischer Schwenkarme und eines Lenkwinkeleinschlags von 90 Grad kann der Gleitschalungsfertiger laut Hersteller an unterschiedliche Baustellensituationen angepasst werden. Zusätzlich ist eine Ausstattung mit selbstverladendem Dübelsetzer, Seitenankereinstoßgeräten oder zentralen Ankersetzern möglich.

Das selbstfahrende Nachbehandlungsgerät TCM 180i ist für Arbeitsbreiten von 4 m bis 18 m ausgelegt. Es erzeugt die gewünschte Oberflächentextur auf frisch eingebauten Betonflächen. Eine automatisierte Sprühanlage mit großem Vorratsbehälter schützt die Betonoberfläche nach Herstellerangaben vor frühzeitigem Austrocknen.

Einweisung vor Projektbeginn

Vor Beginn der Bauarbeiten stellten Pulice Construction und Wirtgen nach Herstellerangaben gemeinsam die Maschinenausstattung und die Teams zusammen. Zudem erhielten alle Maschinenbediener eine Einweisung.

»Am Anfang war es schwierig, sich die ganzen Bedienelemente und Handgriffe zu merken«, sagte Alejandro Guevara, der als erster die Steuerung des WPS 102i auf der Baustelle übernahm. »Aber nun fühle ich mich beim Bedienen der Maschine sicher.«

Marcial Loa III ergänzt: »Es ist schon aufregend zu wissen, dass wir über neues Spielzeug verfügen. Nun wollen wir unbedingt zeigen, was damit möglich ist.«

Tim Nash, Director of Concrete Products bei Wirtgen America, begleitete den Baustart. Sein Fazit: »Bei Frischbeton gibt es kaum Fehlertoleranzen. Heute nach Feierabend wird Pulice allein am ersten Tag 305 Kubikmeter Beton verarbeitet haben. Bisher lief alles gut.«

Auch Romero Benavides, Betonfinisher bei Pulice Construction, berichtet von den Erfahrungen auf der Baustelle: »Bei diesem Projekt lernen wir ständig dazu. Diese Erfahrungen kommen uns auf der nächsten Baustelle zugute. Inzwischen kennt jeder seine Position und Aufgaben, sodass wir künftig noch schneller und besser arbeiten können.«

Aus Sicht des texanischen Verkehrsministeriums soll das Projekt zur Verbesserung von Verkehrssicherheit und Mobilität beitragen. »Die Durchführung dieser Projekte zur Verbesserung der Sicherheit und Mobilität trägt wesentlich dazu bei, die Industrie in dieser Region zu stärken und ihre Erzeugnisse an den Rest der Welt zu liefern«, resümiert Bezirksingenieur Eric Lykins.

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