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Der große Boom bleibt aus

2024 sieht leichte Erholung im Baufinanzierungsmarkt; großer Boom bleibt aus, moderate Rückkehr der Kreditzinsen laut PwC-Studie.

Von ABZ

Frankfurt a. Main (ABZ). – Die Anzeichen für eine Erholung des Baufinanzierungsmarktes im Jahr 2024 verdichten sich, auch wenn deutliche Zinssenkungen nicht schnell zu erwarten sind wie erhofft.

Das ist ein Ergebnis der gerade veröffentlichten Studie "Nach der Talsohle ist vor dem Aufstieg … " der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in Kooperation mit Interhyp AG. Die Studie beleuchtet die Entwicklungen des ersten Quartals 2024 und ergänzt diese um Prognosen für kommende Monate.

Der Baufinanzierungsmarkt verzeichnet laut PwC im betrachteten Quartal erste Anzeichen einer Entspannung, wobei auch das Neugeschäft eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr zeigt. Der Gesamtbestand stieg zum Jahresanfang auf etwa 1585 Milliarden Euro, was in etwa dem Wachstumsniveau von 2014 entspricht.

Trotz dieser positiven Entwicklungen ist eine Rückkehr zum Baufinanzierungsboom vorerst nicht in Sicht. Das Neugeschäft im ersten Quartal deutet nach Angaben von PwC lediglich auf eine moderate Erholung hin. Ebenso beobachten die Experten einen Rückgang der Effektivverzinsung – dies markiert den ersten Rückgang des Zinsniveaus seit 2020 und zeigt eine gewisse Entlastung für potenzielle Kreditnehmer. "Doch, so die Prognose von PwC, bleibt trotz einer leichten Erholung im Neugeschäft eine Rückkehr zum Baufinanzierungsboom der Vorjahre vorerst aus. Dennoch setzt der Rückgang der Effektivverzinsung ein positives Zeichen für potenzielle Kreditnehmer", so Ernst André Hettermann, Senior Manager bei PwC Deutschland.

Im Bereich des Neukundengeschäfts verzeichnet der Markt eine deutliche Wachstumsrate von etwa 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Stabilisierung des Neugeschäfts setzt sich im ersten Quartal fort, wobei allerdings die saisonale Erholung im März unterdurchschnittlich ausfiel.

Absolut gesehen nehmen die Prolongationen um 0,4 Milliarden Euro zu, jedoch sank ihr relativer Anteil am Gesamtvolumen aufgrund des stärker gestiegenen Netto-Neugeschäfts. Die Nachfrageerholung hingegen übertrifft die Erwartungen deutlich, und es wird laut PwC eine weitere Stabilisierung im zweiten Quartal 2024 erwartet.

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