Wien/Österreich (ABZ). – In der Wiener Donau City entsteht derzeit der DC Tower 2, der mit 175 m Höhe die optische Mitte zwischen den bereits fertiggestellten Türmen DC Tower 1 (250 m) und DC Tower 3 (110 m) bilden soll.
Die Porr Bau GmbH setzt beim Bau auf Ortbeton von Rohrdorfer. Alle drei Türme wurden vom französischen Architekten Dominique Perrault geplant. Das ursprüngliche Konzept sah vor, dass DC Tower 1 und 2 als Zwillingstürme eine Einheit bilden sollten. Aufgrund geänderter Nutzungsbedingungen überarbeitete Perrault das Design des DC Tower 2 komplett.
Der Turm wird insgesamt 30 Büro- und 23 Wohngeschosse mit etwa 314 Mietwohnungen umfassen. Umlaufende Loggien erstrecken sich über alle Geschosse. Die Fassadengestaltung mit Photovoltaik-Elementen soll laut Angaben des Bauherrn europaweit die erste dieser Art sein. Nach der Herstellung der Schlitzwände für die Baugrubenumschließung im Jahr 2022 begannen die Aushubarbeiten und die Tiefgründung. Die Arbeiten für die etwa 4 m starke Fundamentplatte starteten im Juli 2023. Bis Ende August wurde die Bodenplatte mit einer Gesamtmenge von etwa 10.000 m³ Beton in einzelnen Abschnitten von 500 bis 1600 m³ hergestellt.
Die Fundamentplatte und die Außenwände der Kellergeschosse wurden als "Weiße Wanne" nach der ÖBV-Richtlinie für "Wasserundurchlässige Betonbauwerke" ausgeführt. Dies erforderte eine Kühlung des Frischbetons auf eine Einbautemperatur von maximal 22 °C, um die geforderte Bauteiltemperatur von maximal 45 °C während der Hydratationsphase einzuhalten.
Für die Betonförderung in den Obergeschossen kommen zwei stationäre Putzmeister-Betonpumpen zum Einsatz – eine Hauptpumpe sowie eine Stand-by- und Reinigungspumpe. Von diesen Pumpen führt eine Hochdruck-Steigleitung zum Verteilermast mit 36 m Mastlänge. Der Verteilermast klettert mit der Kletterschalung des Gebäudekerns mit. Die Hochdruck-Steigleitung muss nach jedem Klettervorgang um eine Geschosshöhe von 3,2 m verlängert werden.
Bedient werden die Fördergeräte von zwei Rohrdorfer-Pumpenmaschinisten. Ein Pumpmaschinist steuert dabei die beiden stationären Pumpen, die am Boden stehen, der zweite den hydraulischen Verteilermast auf dem jeweiligen Obergeschoss. Derzeit finden die Betonierarbeiten laut Rohrdorfer in einer Höhe von mehr als 150 m statt. Bei Erreichen der finalen Gebäudehöhe wird die Förderleitung inklusive Zuleitung im Erdgeschoss und Verteilermast über 250 m lang sein.
Bis heute hat Rohrdorfer laut eigener Aussage bereits 45.000 m³ Beton geliefert und gefördert. Der Gebäudekern mit den Aufzugs- und Versorgungsschächten sowie die Säulen werden aus Beton der Sorte C50/60 hergestellt, die Geschossdecken aus C35/45. Die Rohbaufertigstellung soll in diesem Sommer erfolgen. Nach Fertigstellung werden insgesamt 52.000 m³ Ortbeton verbaut sein.