Hamburg (dpa). – Gestiegene Kosten hemmen die Bautätigkeit von Wohnungsbaugenossenschaften in Hamburg. Kosten seien derart gestiegen, "dass der Neubau bezahlbarer Wohnungen kaum mehr möglich ist", sagte der Vorsitzende des Vereins Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften, Matthias Saß, gegenüber Medien.
Die Genossenschaften zögen deshalb Sanierungen den Neubauten vor. Um Baukosten ohne Förderung zu decken, müsse etwa eine Kaltmiete von rund 16 Euro je Quadratmeter genommen werden. "Das ist unseren Genossenschaftsmitgliedern nur schwer zu vermitteln", sagte Saß. In den Satzungen der Genossenschaften sei festgeschrieben, dass sie bezahlbaren Wohnraum anbieten müssten. "Eine Kaltmiete von 16 bis 20 Euro pro Quadratmeter ist aber nicht als bezahlbar zu bezeichnen." Laut dem Verein sind rund 20 Prozent aller Mietwohnungen in Hamburg Genossenschaftswohnungen, das seien insgesamt 135.000.