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Entschlackung der Bauordnung angestrebt

Brandenburg plant eine einfachere Bauordnung und den Einsatz digitaler Bauanträge, um Bauen zu erleichtern. Wohnraumförderung bleibt trotz Krise stark.

Von dpa

Potsdam (dpa). – Bauen soll in Brandenburg auch angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt einfacher werden. Anforderungen und Auflagen sollten von der "preußischen Exaktheit" wieder auf ein normales Maß zurückgehen, sagte Bauminister Detlef Tabbert (BSW).

Er strebe ähnlich wie in Hamburg eine Entschlackung der Landesbauordnung an und nannte etwa die Wärmedämmung als ein Beispiel.

Zudem sollen bis Ende des Jahres alle Baubehörden in Brandenburg mit digitalen Bauanträgen arbeiten. Mit dem Online-Verfahren sollen Aufwand und Bürokratie weniger werden, wie der Minister ankündigte.

Der Wohnungsbau in Deutschland sei in einer anhaltenden Krise. Vor allem in größeren Städten herrsche Knappheit, und die Mieten stiegen.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) verlange von der kommenden Bundesregierung investitionsfreundliche Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau. Das Land setze zur Schaffung bezahlbarer Wohnungen weiterhin auf die Förderung mit zinslosen Darlehen und Zuschüssen. Im vergangenen Jahr wurden laut Ministerium in Brandenburg 1269 Wohneinheiten mit 212 Millionen Euro gefördert. Dies ist im Vergleich zu rund 900 geförderten Wohnungen im Jahr 2023 und einer Fördersumme von 176 Millionen Euro eine deutliche Steigerung. 51 Prozent der Fördermittel flossen laut Minister ins Berliner Umland, 48 Prozent in die Fläche Brandenburgs.

"Wegen der aktuell noch immer sehr angespannten Situation im Bausektor mit stark gestiegenen Materialpreisen und Zinsen ist es das Ziel der neuen Landesregierung, die Wohnraumförderung auf hohem Niveau fortzusetzen", sagte Tabbert. Bauprojekte seien wirtschaftlich nicht mehr realisierbar, wenn es keine Unterstützung durch die Wohnraumförderung gebe. Die Zahl der Förderanträge übersteige deutlich das Fördervolumen des Landes.

dpa

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