Wien/Österreich (ABZ). – Der österreichische Markt für Mauersteine befindet sich weiterhin in einer schwierigen Lage.
Wie aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse zeigen, konnten sich die Hersteller auch im Jahr 2024 nicht aus diesem Abwärtstrend befreien.
Die Nachfrage nach Ziegeln, Holzmantelbetonsteinen und Mauersteinen aus Leicht- und Porenbeton sowie Blähton sank 2024 bereits das dritte Jahr in Folge.
Nach Einschätzung der Marktforscher wird auch im laufenden Jahr 2025 keine Trendwende erreicht werden.
"Dementsprechend angespannt ist der Wettbewerb, der in zunehmendem Ausmaß über die Verkaufspreise geführt wird", erklärt Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Branchenradar Marktanalyse.
Der verschärfte Preiswettbewerb spiegelt sich in den Marktdaten wider. Die Herstellererlöse schrumpften im Jahr 2024 um weitere 14,4 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 129 Millionen Euro. In den beiden letzten Jahren haben die Hersteller laut der Studie nahezu 40 % an Umsatzvolumen verloren.
Als Hauptursache für diese Entwicklung nennt das Marktforschungsinstitut den Einbruch beim Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern. Dieser Sektor sei für rund zwei Drittel des Verlustbeitrags verantwortlich.
Der Umsatzrückgang betraf im Vorjahr fast alle Materialgruppen. Eine Ausnahme bildete Porenbeton.
Hier erhöhte sich der durchschnittliche Verkaufspreis um mehr als ein Fünftel, wodurch die Erlöse um rund 8 % wuchsen.
Dies wurde nach Angaben der Marktforscher durch einen eingeschränkten Wettbewerb und eine Verlagerung der Nachfrage zu höherpreisigen Mauersteinen begünstigt, heißt es weiter von Seiten des Marktforschungsinstituts.
Bei anderen Materialien fielen die Einbußen deutlich aus: Der Umsatz mit Ziegeln schrumpfte im Jahresvergleich um fast 18 %, mit Mauersteinen aus Blähton um etwa 22 % und mit Holzmantelbetonsteinen um 8 %.