Berlin (ABZ). – Auf dem Campus der TU Berlin wird demnächst das Projekt "Schwammstadt Nord-Campus: Klima–Energie–Wasser" durchgeführt.
Nach Angaben der TU soll damit gezeigt werden, wie Bestandsgebäude durch innovative Begrünungs- und Wassermanagementmaßnahmen zu natürlichen Klimaanlagen werden können. Das Vorhaben wird mit 500.000 Euro aus dem Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung und 100.000 Euro aus dem Bezirksausgleich Charlottenburg-Wilmersdorf gefördert.
Konkret geht es um ein Bestandsgebäude aus den 1960er-Jahren: Die Wasserbauhalle (Gebäude W) am Ernst-Reuter-Platz wird umgestaltet. Regenwasser soll künftig in Zisternen gesammelt und zur Fassadenbegrünung sowie Verdunstung genutzt werden. Es ist vorgesehen, Pumpen und Steuerungstechnik mittels Solarmodulen mit Energie zu versorgen. "Wir wollen zeigen, wie sich Bestandsgebäude klimawirksam umbauen lassen und gleichzeitig Räume für Forschung, Lehre und den Dialog mit der Stadtgesellschaft schaffen", sagt Dr. Anja Steglich, Leiterin des Projekts sowie der StadtManufaktur der TU Berlin. Die Studenten werden in Planung, Messung und Evaluation eingebunden. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2026 geplant, die Fertigstellung bis 2027.