Bad Schandau (dpa). – Ein Belastungsversuch soll den Prüfzeitraum an der seit Anfang November gesperrten Elbbrücke in Bad Schandau um Monate verkürzen. Frühestens Ende April oder Anfang Mai könnte die Brücke teilweise für den Verkehr zugelassen werden, wenn es die Ergebnisse zulassen, sagte Steffen Marx, Direktor des Institutes für Massivbau an der Technischen Universität Dresden.
Der Pkw- und leichte Lkw-Verkehr bis 3,5 Tonnen sowie Sonderfahrten für Busse könnten dann möglich sein. Der Versuch ist laut Marx für April angepeilt. Die Tragfähigkeit der Brücke soll dabei mit autonom fahrenden Schwerlastmodulen mit kontinuierlich zunehmender Last getestet werden. "Man führt also einen experimentellen Nachweis der Standsicherheit durch", sagte Marx. Dies sei nur unter ganz besonderen Umständen erlaubt. Durch die Belastungssimulation soll sich der Prüfzeitraum deutlich verkürzen. Belastbare Ergebnisse wären sonst erst nach einigen Monaten möglich, erläuterte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU). Um schneller Klarheit zu schaffen, habe Marx ihr daher in der vergangenen Woche den Belastungsversuch vorgeschlagen.