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700 Millionen Euro Jahresbudget

Richard Brink lieferte die Drainagerinne "Stabile Air" für die Holzmodulbauten der Berliner Schulbauoffensive mit 700 Millionen Euro Jahresbudget.

Von ABZ
Berliner Schulbauoffensive
Die Stabile Air stellt mittels ihrer Ventilationsöffnungen eine dauerhafte Belüftung sicher und verhindert durch den Abstand zur Fassade aufsteigendes Wasser durch Kapillarkräfte. Das Holz bleibt somit dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt, versichert der Hersteller. | Foto: Richard Brink

Berlin (ABZ). – Die Richard Brink GmbH & Co. KG hat ihre Drainagerinne "Stabile Air" für die Holzmodulergänzungsbauten (HOMEB) der Berliner Schulbauoffensive geliefert. Die modularen Schulgebäude entstehen im Rahmen eines Investitionsprogramms mit mehr als 700 Millionen Euro Jahresbudget.

Die Stadt Berlin hat 2017 die "Berliner Schulbauoffensive" (BSO) ins Leben gerufen, um dem steigenden Bedarf an Schulplätzen gerecht zu werden. Ein zentrales Element stellen die Holzmodulergänzungsbauten dar, die durch standardisierte Reproduzierbarkeit der Module, Zeitersparnis in Produktion und Aufbau sowie Kostenreduzierung während der Bauphase punkten sollen.

"Die zeitlichen und wirtschaftlichen Vorteile dieser Projekte haben überzeugt", erklärt Gerrit Fluthwedel von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. "Keine Provisorien, sondern dauerhafte Schulgebäude aus Holz mit modernen pädagogischen Raumkonzepten entstehen in kurzer Zeit."

Den Zuschlag für den Rahmenvertrag als Generalunternehmer erhielt die Kaufmann Bausysteme GmbH aus dem österreichischen Reuthe. Das Architekturbüro NKBAK aus Frankfurt am Main entwarf einen dreistöckigen Bau mit 10 m Höhe. 96 Module aus Fichtenholz mit je 3 m Breite und 8 m Länge schaffen laut Angaben des Herstellers eine Bruttogrundfläche von 2950 m² mit einer Nutzfläche von 1900 m².In den Gebäuden finden mehr als 400 Schülerinnen und Schüler in 16 Klassenzimmern, acht Gemeinschaftsräumen und einer Mensa Platz. Die Bauzeit konnte nach Herstellerangaben auf bis zu vier Monate reduziert werden.

"Die Herausforderung lag darin, bereits vor Beginn der Montage alle Details so zu planen, dass beim erreichten Vorfertigungsgrad von bis zu 90 Prozent alle Gewerke auf der Baustelle ineinandergreifen konnten", erläutert Projektleiter Sebastian Hagspiel von Kaufmann Bausysteme.

Für die Fassadenentwässerung kam die Drainagerinne Stabile Air von Richard Brink zum Einsatz. Die Rinne ist laut Hersteller speziell für Holzfassaden entwickelt, da die Ventilationsöffnungen eine fortwährende Belüftung des Gebäudesockels sicherstellen. Der ostwestfälische Metallwarenhersteller fertigt die Fassadenrinne sowohl in Standard- als auch Sondermaßen.

Die Stabile Air in Sonderform mit zusätzlicher Auskragung bietet eine auf jedes Laibungsmaß abgestimmte Ausführung. Der Einbau mit vereinfachtem Stecksystem erfolgt ohne klassische Winkelstützen.

Der Abstand zum Gebäudesockel soll sicher stellen, dass keine Kapillarkräfte auftreten und das Holz keine Feuchtigkeit aufnimmt. Das Wasser wird durch die Drainageschlitze an den umgebenden Untergrund abgegeben. Für die Schulgebäude lieferte das Familienunternehmen aus Schloß Holte-Stukenbrock 141 m seiner Rinne mit einer Materialstärke von 1,5 mm. Hauseigene Maschenroste und Drainagegullys mit Fallrohrausschnitten runden das Gesamtpaket ab.

Die barrierefreien HOMEB-Schulen punkten nach Angaben der Beteiligten auch beim Thema Nachhaltigkeit. Auf den 52 m x 20 m großen Flachdächern werden extensive Gründächer mit Photovoltaikanlagen angelegt. Aufgrund des reduzierten Arbeitseinsatzes vor Ort verringert sich die Abfallmenge sowie die Staub- und Lärmentwicklung auf der Baustelle. Die Rinnen aus feuerverzinktem Stahl bieten einen Kontrast zur Holzfassade und sind zusammen mit den Aluminiumblechen als Fassadenabdeckung die Akzentsetzung.

"Die BSO ist ein großer Erfolg der Stadt und zeigt, wie Kommunalpolitik die Probleme der Bürgerinnen und Bürger löst", bewertet Fluthwedel abschließend. "Die HOMEB-Schulen mit insgesamt rund 13.000 neuen Schulplätzen sind ein wichtiger Baustein dieses Großinvestitionsprojekts."

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