Berlin (ABZ). – Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit steigt das Unfallrisiko auf Baustellen durch schlechtere Sichtverhältnisse und rutschige Oberflächen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) empfiehlt Unternehmen, verstärkt auf sichere Verkehrswege und gute Sichtbarkeit zu achten.
Wenn die Tage kürzer werden und Dunkelheit sowie Nässe und Kälte den Arbeitsalltag beeinträchtigen, nehmen die Gefahren auf Baustellen zu. "Gerade in der dunklen Jahreszeit kann eine gute Sichtbarkeit Leben retten. Warnkleidung und persönliche Schutzausrüstung sind unverzichtbar, um rechtzeitig gesehen zu werden und sich vor Witterungseinflüssen zu schützen", sagt Hans-Jürgen Wellnhofer, kommissarischer Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG Bau.
Warnkleidung tragen
Beschäftigte am Bau, die leuchtende und reflektierende Warnkleidung tragen, sind laut BG Bau auch bei schlechten Sichtverhältnissen, beispielsweise bei Nebel oder in der Dämmerung, bereits aus einer Entfernung von bis zu 150 m erkennbar. Auf Baustellen sollte die Warnkleidung mindestens der Klasse 2 entsprechen, auf Straßenbaustellen muss sie der Klasse 3 genügen. Je höher die Klasse, desto größer sind die reflektierenden und fluoreszierenden Textilflächen. Besteht die Warnkleidung aus wind- und wasserdichten, atmungsaktiven Materialien, schützt sie zusätzlich vor Kälte und Nässe. So wird nach Angaben der Berufsgenossenschaft nicht nur die Sichtbarkeit gewährleistet, sondern auch die Gesundheit geschützt.
Vorsicht bei Nässe
Rutsch- und Sturzgefahren entstehen im Herbst durch Laub und Nässe, aber auch durch aufgeweichte Böden. Arbeitsplätze und Verkehrswege, wozu auch Gerüste, Laufstege und Treppen gehören, müssen daher regelmäßig gereinigt werden. Das Tragen von Sicherheitsschuhen mit stark profilierter Sohle sorgt auf rutschigem Untergrund für zusätzliche Trittsicherheit.
Reicht das Tageslicht auf der Baustelle in den dunklen herbstlichen Morgen- und Abendstunden nicht mehr aus, ist eine künstliche Beleuchtung erforderlich. Verkehrswege benötigen Lichtquellen mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 20 lx, Arbeitsbereiche je nach Tätigkeit bis zu 500 lx. Für einen zuverlässigen Einsatz müssen Lichtquellen regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Wesentliche Informationen zur künstlichen Beleuchtung auf Baustellen hat die BG Bau im Baustein A 024 zusammengefasst.