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Ziegel erreicht höchste Widerstandsklasse FB 7

Von ABZ
Beschussprüfung nach DIN EN 1522
Der Prüfkörper bestand nach Herstellerangaben aus einem Wandaufbau aus POROTON-S7-Ziegeln mit einer Wanddicke von d = 36,5 cm. | Foto: Schlagmann

Zeilarn (ABZ) | Für die Bundeswehr besteht nach Angaben von Schlagmann innerhalb weniger Jahre Bedarf an robuster Infrastruktur. Mit Projekten wie G-CAP Inland oder dem Gesetz zur verfahrensfreien Errichtung militärischer Anlagen setzt die öffentliche Hand laut Hersteller Impulse zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Bei diesen Bauprojekten stehen nach Herstellerangaben Robustheit, Resilienz und eine schnelle Verarbeitung im Fokus, insbesondere bei der Auswahl geeigneter Baustoffe.

Um die Beschusssicherheit von Ziegelwänden aus POROTON-S7 nachzuweisen, beauftragte Schlagmann das Beschussamt Ulm. Der POROTON-S7 bestand die Prüfung laut Hersteller mit der höchsten Widerstandsklasse FB 7. Grundlage der Prüfung ist die europäische Norm DIN EN 1522. Sie verlangt, dass eine Wand 15 Schüssen aus zehn Metern Entfernung standhält. Die Schüsse werden aus einer Langwaffe im Kaliber 7,62 x 51 mm abgefeuert. Die Geschosse treffen dabei mit einer Geschwindigkeit von bis zu 838 m/s (3017 km/h) auf ihr Ziel. Dies entspricht dem Universalmaschinengewehr MG5, auch HK 121, das bei der Bundeswehr zum Einsatz kommt.

Der Prüfkörper bestand nach Herstellerangaben aus einem Wandaufbau aus POROTON-S7-Ziegeln mit einer Wanddicke von d = 36,5 cm. Die beidseitig verputzte Wand hatte eine Größe von 1 x 1 m.

Die Prüfer untersuchten unter anderem den Widerstand im Bereich von Stoßfugen, Lagerfugen und Stegen. Das für die Beschussklasse FB 7 verwendete Prüfgeschoss durchschlägt unter den Bedingungen der DIN EN 1522 laut Hersteller sogar eine 28 mm dicke Stahlplatte. Bei der geprüften Ziegelwand wurden dagegen weder ein Durchschuss noch ein Splitterabgang auf der Rückseite festgestellt. Das Beschussamt bescheinigte dem Planziegel POROTON-S7 laut Hersteller die Eigenschaft als „Durchschusshemmende Konstruktion“ gemäß der höchsten Widerstandsklasse FB 7.

Für die schnelle Realisierung von Projekten kann der POROTON-S7 nach Herstellerangaben auch als Ziegelfertigteil vorproduziert werden. Die Fertigteile müssen auf der Baustelle demnach nur noch versetzt werden. So lassen sich laut Hersteller pro Stunde etwa 30 bis 45 m² Mauerwerk errichten, was ungefähr einem Geschoss pro Arbeitstag entspricht.

Der POROTON-S7 ist nach Herstellerangaben aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften für den energieeffizienten und wohngesunden Wohnungsbau vorgesehen. Er ermöglicht demnach einschalig, also ohne weitere Dämmmaßnahmen, den Bau von KfW-Effizienzhäusern.

Die Fertigteile erfüllen laut Hersteller sämtliche bauphysikalischen Anforderungen einer konventionellen Ziegelwand. Dazu zählen nach Herstellerangaben ein ausgeglichenes Raumklima, eine Feuchteregulierung sowie Dämmwerte. Die Kombination aus nachgewiesener Durchschusshemmung, serieller Vorfertigung und den bauphysikalischen Eigenschaften des Ziegelbaus soll das System laut Hersteller insbesondere für standardisierte Unterkunfts- und Funktionsgebäude interessant machen.

Mit dem vom Beschussamt Ulm ausgestellten Zertifikat entspricht der POROTON-S7 nach Herstellerangaben den Anforderungen der höchsten Beschussklasse FB 7. Damit wird laut Hersteller der Einsatz des Ziegels auch für Gebäudeanwendungen mit entsprechenden Anforderungen an die Durchschusshemmung möglich.

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