Düsseldorf (ABZ) | Der Deutsche Stahlbau-Verband DSTV e.V. und bauforumstahl e.V. fordern einen grundlegenden Kurswechsel im Umgang mit der alternden Brückeninfrastruktur in Deutschland.
Statt punktuell auf Sperrungen wie bei der Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn zu reagieren, sprechen sich die Verbände für eine vernetzte und langfristige Gesamtplanung von Brücken, Zubringern und Umleitungsnetzen aus. In diesem Zusammenhang unterstützen sie politische Initiativen wie den Antrag für einen regionalen Brücken- und Verkehrsplan am Mittelrhein sowie Infrastrukturprojekte wie die geplante Rheinspange 553 zur Schaffung notwendiger Verkehrsredundanzen.
»Die aktuelle Situation zeigt sehr deutlich, dass wir unsere Infrastruktur nicht länger von Sperrung zu Sperrung denken dürfen. Wir brauchen eine vorausschauende Strategie für Brücken und Verkehrsnetze, schnellere Verfahren und den Mut, Entscheidungen rechtzeitig zu treffen«, erklärt Gregor Machura, Hauptgeschäftsführer des DSTV e.V. und von bauforumstahl e.V.
Zur Beschleunigung von Ersatzneubauten fordern die Verbände verbindliche Fristen in den Genehmigungsverfahren, eine klare Priorisierung kritischer Infrastruktur sowie den verstärkten Einsatz temporärer Behelfsbrücken. Die Stahlbauindustrie verwies dabei auf die kurzen Montagezeiten durch hohe industrielle Vorfertigung sowie die vollständige Kreislauffähigkeit des Werkstoffs Stahl.