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Energieflexible Heizsysteme für Industriehallen im Fokus

Energieflexible Heizsysteme revolutionieren die Wärmeversorgung in Industriehallen. Erfahren Sie, welche Technologien helfen, Effizienz und Kosten zu optimieren.

Von ABZ

Ludwigshafen (ABZ). – Die Energiewende stellt Betreiber von Industriehallen vor neue Herausforderungen bei der Wahl des Heizsystems. Während Wärmepumpen in Wohngebäuden etabliert sind, erweisen sie sich in hohen Hallenbauten oft als wenig effizient.

Infrarotheizungen bieten nach Angaben der Kübler GmbH Energiesparende Hallenheizungen eine Alternative.

Das neue Heizungsgesetz (GEG 2024) hat die Diskussion um geeignete Heiztechnologien auch auf Industriehallen ausgeweitet. Dabei zeigen sich die besonderen Anforderungen dieser Gebäude: Deckenhöhen von 8 bis 20 m und Grundflächen von mehreren tausend Quadratmetern stellen andere Ansprüche als Wohn- oder Bürogebäude.

Die Kombination von Wärmepumpen mit Fußbodenheizungen hat sich laut Branchenexperten in Hallengebäuden als unflexibel erwiesen. Die Verbindung mit Warmluftgebläsen gilt aufgrund der Konvektion als ineffizient, da die warme Luft nach oben steigt und dort verbleibt, wo sie nicht benötigt wird.

Infrarotheizungen arbeiten nach einem anderen Prinzip: Sie geben Strahlung ab, die erst bei Auftreffen auf Objekte oder Personen Wärme erzeugt. Dadurch entsteht die Wärme dort, wo sie benötigt wird – am Hallenboden und bei den Arbeitsplätzen. Nach Herstellerangaben lassen sich so Energieeinsparungen von 50 bis 70 % erzielen.

Die Systeme bieten zudem eine hohe Flexibilität bei der Steuerung. Einzelne Hallenbereiche können gezielt beheizt werden, während ungenutzte Flächen kalt bleiben. Außerhalb der Arbeitszeiten lassen sich die Anlagen komplett abschalten.

Herkömmliche Infrarotheizungen werden mit Erdgas oder Flüssiggas betrieben. Hellstrahler arbeiten mit offener Verbrennung, Dunkelstrahler mit geschlossener Verbrennung und kontrollierter Abgasführung.

Die neueste Generation, die sogenannte Fair.AIdH-Technologie, kann nach Herstellerangaben energieflexibel betrieben werden. Systeme wie das Multi-Energie-System FUTURA lassen sich mit verschiedenen Energieträgern wie Strom, Wasserstoff oder Biogas betreiben. In der Übergangszeit können sie auch noch mit fossilen Brennstoffen arbeiten.

Für den reinen Strombetrieb gibt es Elektro-Infrarotheizungen wie ELEXTRA mit Leistungen von 10, 20 oder 30 kW. Die Elektro-Variante FUTURA E kann laut Hersteller optional für Wasserstoff nachgerüstet werden, sobald dieser Energieträger verfügbar ist.

Ein Praxisbeispiel ist der Meisterbetrieb Buxbaum Dach in Langschlag, Niederösterreich.

Das Unternehmen heizt seine Neubauhalle mit FUTURA E größtenteils CO2-frei mit PV-Strom. "Was die Zukunft bringt, werden wir sehen. Gut ist, dass wir die Möglichkeit offen haben, auch andere Energieträger zu nutzen", sagt Unternehmer Christoph Buxbaum.

Experten gehen davon aus, dass die Energiewende sowohl auf gasförmigen Energien als auch auf Elektroenergie basieren muss. Der Grund liegt in der schwankenden Verfügbarkeit erneuerbarer Energien.

"In Ansätzen wie diesen steckt jede Menge Musik", sagt Hallenheizungsspezialist Thomas Kübler mit Blick auf die Umwandlung von PV-Strom-Überschüssen in Wasserstoff. Bis zur angestrebten Klimaneutralität 2045 bleiben noch rund 20 Jahre für die Entwicklung kostengünstiger Wasserstoffproduktion und entsprechender Infrastruktur.

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