Blaustein (ABZ). – Die AST Arbeitssicherheit bietet regelmäßige Ausbildungen für Betriebliche Ersthelfer an. Die Schulungen sollen einen Beitrag zu einem funktionierenden Gesundheitsschutz in Unternehmen leisten.
Eva-Maria Hennrich, angehende Fachkraft für Arbeitssicherheit beim Pharmahersteller Teva Deutschland, besucht die alle zwei Jahre gesetzlich vorgeschriebenen Seminare.
Für sie ist die Aufgabe als Betriebliche Ersthelferin eine Herzensangelegenheit. "Je mehr Mitarbeitende wir ausbilden und regelmäßig trainieren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand im Ernstfall richtig reagiert", sagt die Analystin für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit.
10 % der Beschäftigten muss laut Vorgabe eine Ersthelfer-Ausbildung absolviert haben. Am Standort Ulm liegt der Anteil mittlerweile bei 25 %.
Für Hennrich sind neben der Theorie vor allem auch die praktischen Anwendungen von Bedeutung: "Durch die persönlichen Übungen kann man sich Techniken im Notfall leichter im Gedächtnis abrufen."
"Stolpern, rutschen und stürzen sowie Quetschungen sind die häufigsten Betriebsunfälle", sagt Florian Schauer von der RaS Medizin- und Brandschutztechnik. Der Übungsleiter bildet im Auftrag der AST Arbeitssicherheit in deren Schulungszentrum Campus M betriebliche Ersthelfer aus.
In dem achtstündigen Theorie- und Praxiskurs erfahren die Teilnehmer unter anderem, wie und wann man Druckverbände anlegt, Verunglückte in die stabile Seitenlage bringt und Herzdruckmassagen durchführt.
"Mit den Aus- und Weiterbildungen von Betrieblichen Ersthelfer erfüllt die AST Arbeitssicherheit eine moralische Verpflichtung", sagt Geschäftsführerin Angelika Müller. Für sie ist die Fähigkeit Erste Hilfe zu leisten ein Baustein für einen funktionierenden Gesundheitsschutz.
Zudem erfülle man mit diesen Kenntnissen eine gesetzliche Vorgabe, die über den Arbeitsschutz in Betrieben hinausreiche: "Die gelernten Grundkenntnisse kann man jederzeit auch im privaten Leben anwenden und damit im besten Fall Leben retten."
Im Jahr 2003 gründeten Angelika und Matthias Müller die Bildungsstätte und das Ingenieurbüro für Arbeits- und Gesundheitsschutz, das heute zu den renommiertesten Unternehmen in diesem Bereich in ganz Deutschland zählt.