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Leitdrahtloser Betoneinbau in amerikanischer Wohnsiedlung

Von ABZ
Bordsteine und Rinnenprofile
Dank AutoPilot 2.0 entfällt das aufwändige Vermessen, Aufspannen und Demontieren von Leitdrähten. | Foto: Wirtgen Group

Springfield/USA (ABZ) | Beim Bau einer Wohnsiedlung in Springfield im US-Bundesstaat Oregon kamen für die Herstellung von Bordsteinkanten und Entwässerungsrinnen ein Gleitschalungsfertiger SP 15i sowie die Maschinensteuerung AutoPilot 2.0 von Wirtgen zum Einsatz. Es wurden auf einer Länge von mehr als 730 m Bordsteine und Rinnenprofile eingebaut.

Der im SP 15i integrierte AutoPilot 2.0 ermöglicht laut Hersteller einen leitdrahtlosen Profileinbau. Das System ersetzt das Vermessen der Strecke, das Aufspannen und Entfernen von Leitdrähten sowie die Erstellung eines geodätischen Datenmodells. Nach Herstellerangaben lassen sich dadurch Arbeitsaufwand und Kosten reduzieren.

Das 3D-Steuersystem AutoPilot 2.0 arbeitet laut Hersteller mit einem digitalen Datenmodell, das aus vorhandenen Daten übernommen oder direkt auf der Baustelle erstellt werden kann. Aus den gemessenen Punkten berechnet die Software die Verlaufslinie für den Betoneinbau. Zwei an der Maschine montierte GPS-Empfänger kommunizieren mit einer GPS-Referenzstation auf der Baustelle. Das satellitengestützte Navigationssystem (GNSS) übernimmt dabei die automatische Steuerung von Lenkung und Querneigung des Gleitschalungsfertigers.

Nach Herstellerangaben erstellt der AutoPilot 2.0 Offset- und Inset-Profile und kann unter anderem für Betonschutzwände, Bordsteine, Verkehrsinseln oder Fahrbahndecken bis zu einer Breite von 3,5 m eingesetzt werden. Das System ist für die Modelle SP 15i, SP 25i und SP 33 verfügbar und kann laut Hersteller auch nachgerüstet werden. Das Bauunternehmen Roger Langeliers Construction Co. (RLC) setzte den SP 15i bei dem Projekt ein. Bauleiter Thomas Kallai beschreibt den Einsatz des Systems wie folgt: »Wir arbeiten mit einem Wirtgen SP 15i und nutzen zudem den AutoPilot für das gesamte Projekt. Die gut 730 m haben wir in zwei bis drei Stunden vorbereitet. Dann übertragen wir alle Daten auf das Tablet an der Maschine – und schon kann es losgehen.«

Auch Maschinenbediener Kevin Valentine berichtet von seinen Erfahrungen: »Es ist wirklich sehr einfach. Ob Anschalten, Einlernen oder die einfache Bedienung – das schafft jeder wirklich gut«, sagt Maschinenbediener Kevin Valentine, der bereits seit zwei Jahren mit dem SP 15 arbeitet.

Zum Betrieb der Maschine erklärt Valentine: »Der geringe Kraftstoffverbrauch macht für uns einen Riesen-Unterschied. Wir schaffen zwei große Jobs an drei Tagen ohne zu tanken. Im ECO-Mode passt die Maschine den Leistungsbedarf automatisch an, sobald wir den Trimmer oder das Förderband einschalten.«

Nach Angaben des Unternehmens zeichnet sich die Maschine zudem durch einen geringen Wartungsaufwand aus. Laut Valentine reicht selbst bei einem Einsatz über vier Tage eine Füllung der Diesel-Abgasflüssigkeit aus. Für Bauleiter Thomas Kallai ist zudem der vor Ort mögliche Schalungswechsel ein wichtiger Aspekt: »Die Maschine ist sehr ausbalanciert. Das erleichtert die Anpassung an die jeweilige Arbeitssituation. Der Umbau geht richtig schnell.« Nach Herstellerangaben erfolgt der Schalungswechsel über eine Schnellaufnahme. Der Bediener betätigt dabei einen Schalter, wodurch die Schalung von der Maschine gelöst werden kann.

Vor dem Einsatz des SP 15i arbeitete RLC mit leitdrahtgeführten Systemen. Der Umstieg auf die Maschine von Wirtgen wurde nach Unternehmensangaben von Servicetechnikern begleitet, die Schulungen zu Bedienung, Wartung und Systemfunktionen durchführten.

Auch nach der späteren Nachrüstung des AutoPilot 2.0 unterstützte das Serviceteam das Unternehmen. »Die Wirtgen-Mitarbeiter waren bei mehreren Projekten dabei. Sie zeigten uns den Umgang mit dem System, wie die Maschine zum Lenken oder Anheben eingestellt wird und wie wir Probleme im laufenden Betrieb lösen. Das hat uns enorm geholfen«, sagt Thomas Kallai.

Mit dem SP 33 bietet wirtgen inzwischen einen weiteren Gleitschalungsfertiger an. Nach Herstellerangaben verfügt das Modell über ein überarbeitetes Bedienkonzept mit Touchscreen-Bedienung sowie Anpassungen beim Sichtkonzept und der Baustellenflexibilität. Neben dem Offset-Verfahren kann der SP 33 laut Hersteller auch das Crosspave-Verfahren einsetzen, bei dem der Einbau in Querfahrt ohne Trimmer erfolgt. Verschiebbare Kettenfahrwerke sollen nach Herstellerangaben den Einsatz auch auf beengten Baustellen ermöglichen.

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