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Der Auftragsmangel verfestigt sich

Auftragsrückgang und schlechte Geschäftslage prägen 1. Quartal 2020 im deutschen Bauhauptgewerbe; Wohnungsbau besonders betroffen.

Von ABZ

Die unlängst vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Auftragseingängen im Bauhauptgewerbe und die Branchenumfrage des Verbands kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe.

Berlin (ABZ). – "Es kann mit Blick auf die Baufertigstellungszahlen 2023 keine Rede davon sein, dass die Lage am Bau stabil ist. Der Wohnungsbau, der wichtigste Impulsgeber des Bauhauptgewerbes, leidet an einer eklatanten Nachfrageschwäche. Wir haben in den letzten beiden Jahren im Wohnungsbau vor allem die Auftragsbestände abgebaut", sagt er.

Neue Aufträge kämen aber zu wenige nach. Bereits im vergangenen Jahr hätten Mitglieds-Wohnungsbaufirmen real fast 20 Prozent weniger Aufträge verkraften müssen als 2022. "Im ersten Quartal 2024 verzeichnen wir nun einen weiteren Rückgang zum niedrigen Vorniveau um real 6 Prozent", sagte Pakleppa.

In der gerade abgeschlossenen Konjunkturumfrage zeigt sich klar: Die derzeitige Geschäftslage wird insgesamt gerade noch von 51 Prozent der Unternehmen mit "Gut" oder "Befriedigend" eingestuft. Fast die Hälfte der Unternehmen votiert mit "Schlecht". Im Vorjahr war es nur ein Drittel. Auf die Gesamtstimmung drücke insbesondere der Wohnungsbau. Im Frühjahr 2023 hatten demnach 40 Prozent der Wohnungsbaubetriebe ein negatives Urteil abgegeben, im Herbst 2023 waren es 55 Prozent, jetzt sind es über 60 Prozent, die mit "Schlecht" votieren.

"Auch die Lagebeurteilung zum Wirtschaftshochbau hat nachgegeben. Hier sehen nur noch knapp die Hälfte der Unternehmen eine gute oder zumindest befriedigende Lage", führte Pakleppa aus. Vor einem Jahr seien es noch zwei Drittel der Unternehmen gewesen, die positiv votiert hätte. Einzig im Tiefbau gebe es Lichtblicke. Der Saldo der Rückmeldungen zur Geschäftslage sei hier nahezu ausgeglichen. Mit "Gut" stimmen bundesweit etwa 26 Prozent, mit "Schlecht" etwa 28 Prozent der Unternehmen. Knapp die Hälfte der hier tätigen Unternehmen beurteilt die Lage immerhin mit "Befriedigend".

Der Hauptgeschäftsführer weiter: "Seit dem Vorjahr belegen fehlende Aufträge den Spitzenplatz unter den Baubehinderungsgründen. 60 Prozent der Unternehmen melden das. Der Mangel an Fachkräften hat unter der schwachen Nachfrage nur geringfügig nachgegeben." Die Hälfte der Unternehmen melde weiterhin einen Fachkräftemangel. Die Betriebe wollten offensichtlich gerüstet sein, wenn die Nachfrage wieder anziehe.

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