Potsdam (dpa). - Das Bauen in Brandenburg soll nach dem Willen der rot-schwarzen Koalition schneller und preiswerter werden. Die Landtagsfraktionen von SPD und CDU stellten ihre gemeinsamen Pläne für die Bauordnung vor.
In Brandenburg fehlt bezahlbarer Wohnraum. Bereits im vergangenen Jahr forderte der Landtag die damalige SPD/BSW-Regierung auf, einfachere und schnellere Baugenehmigungsverfahren zu prüfen. Die Pläne wurden jedoch von dem Bruch dieser Koalition überschattet. Dazu kam auch Kritik von Verbänden. Die neue SPD/CDU-Koalition will nun Tempo machen.
Für die Landtagssitzung im Juni planen die Fraktionen den Beschluss. Bereits am 1. Oktober soll der digitale Bauantrag landesweit gelten, ab 1. Januar 2027 sollen die übrigen Vorhaben gelten.
SPD-Fraktionschef Björn Lüttmann sprach von einem zentralen Projekt, «was auch wirklich vielen im Land helfen wird, eben schneller und effizienter zu bauen». Sein CDU-Kollege Steeven Bretz sagte, die Ziele seien, mit der Bauordnung überzogene Standards abzubauen, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen «und dass das Bauen in Brandenburg preiswerter wird».
Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) wertete die Pläne positiv. «Besonders wichtig dabei: Nicht nur der Neubau, sondern auch das Modernisieren und Weiterentwickeln des Bestands in den Fokus genommen werden», sagte Vorständin Maren Kern. Die Bauwirtschaft in der Region ist derzeit allerdings in der Krise. Laut Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg stagnieren Auftragseingänge oder gehen zurück und Umsätze entwickeln sich schwach.