Mit der pünktlichen Verkehrsanbindung an den Fehmarnbelttunnel könnte es eng werden. Laut Planunterlagen wird der Bau des Fehmarnsundtunnels lange dauern. Das hätte Konsequenzen für den Bahnverkehr.
Ein Modell des Fehmarnbelttunnels steht in einer Ausstellung. Die 17,6 Kilometer lange Verkehrsverbindung zwischen Deutschland und Dänemark soll bis 2029 fertig gestellt werden. | Foto: picture alliance/dpa | Frank Molter
Fehmarn (dpa). - Der Bau des Tunnels unter dem Fehmarnsund wird wohl länger dauern als vorgesehen. Aus der Bekanntmachung des Eisenbahn-Bundesamts zur Auslegung der Planunterlagen geht hervor, dass für Bau und Inbetriebnahme mit sechs Jahren und fünf Monaten zu rechnen ist. Zuvor berichtete das „Flensburger Tageblatt”.
-Den Planungen zufolge soll der Fehmarnbelttunnel ab 2029 die deutsche Ostseeinsel Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden. Der Bau des 18 Kilometer langen Eisenbahn- und Autotunnels läuft bereits. Auf deutscher Seite werden Bahn- und Schienenanbindung ausgebaut. Dazu gehört auch der Tunnel unter dem Fehmarnsund. Die aus den 1960er-Jahre stammende Brücke über den Sund soll nach dem Bau des Tunnels dem örtlichen Verkehr dienen.
Im Schreiben des Eisenbahn-Bundesamts heißt es: „Bis zur Inbetriebnahme des Vorhabens ist in dem gegenständlichen Planfeststellungsabschnitt kein planmäßiger Eisenbahnverkehr über die Strecke 1100 von und zur Insel Fehmarn vorgesehen.” Das heißt, dass eine Eisenbahnverbindung über die Vogelfluglinie zwischen Dänemark und Deutschland bis zur Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels nicht möglich sein wird. Autoverkehr ist jedoch über die Brücke möglich. Von der Deutschen Bahn gab es auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme.
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