Hamburg (ys). – Auf der Bundesfachtagung Gerüstbau hat sich das Präsidium des Bundesverbands Gerüstbau vor Kurzem neu aufgestellt. Holger Budroweit, langjähriger Vizepräsident für den Bereich Technik, wurde in den Ruhestand verabschiedet.
Zu Ehren des gebürtigen Hamburgers war als Veranstaltungsort dessen Heimatstadt gewählt worden. Im Großen Festsaal des Grand Elysee, einem an der Alster gelegenen Hotel, trafen vom 22. bis zum 24. Mai 2025 etwa 450 Tagungsteilnehmer zusammen.
Es folgten die ordentlichen Mitgliederversammlungen der Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk sowie des Bundesverbandes Gerüstbau e. V. In diesem Rahmen wurde zu den einzelnen Fachbereichen Bericht erstattet. Hierbei kamen viele Themen zur Sprache, die die Gerüstbaubranche aktuell bewegen, darunter die anstehende Novellierung der Ausbildungsverordnung, der Relaunch der Imagekampagne zur Azubiwerbung und die derzeitige Tarifsituation. Marcus Nachbauer, Bundesinnungsmeister und Präsident des Bundesverbandes Gerüstbau, verwies in seiner Rede auf die aktuell "unruhigen Zeiten".
Lobend hob Nachbauer den Zusammenhalt in der Gerüstbaubranche hervor. "Das Miteinander, die Diskussionskultur in den einzelnen Gremien und der intensive, vertrauensvolle Austausch suchen wirklich ihresgleichen, sagte er" Das habe dazu beigetragen, dass der Gerüstbau bislang besser als andere Branchen durch die Krise gekommen sei.
Nachbauer wurde einstimmig in seinem Amt als Bundesinnungsmeister und Präsident des Bundesverbandes Gerüstbau bestätigt. Zum Nachfolger von Holger Budroweit wählten die Delegierten Frank Dostmann, bisher stellvertretender Bundesinnungsmeister und Vizepräsident des Bundesverbandes für den Bereich Wirtschaft, Recht und Ausbildung, einstimmig als Stellvertreter für den Bereich Technik gewählt.
Dostmanns frühere Position konnte wiederum Sandro Rende übernehmen. Der Gerüstbauunternehmer aus Saarwellingen wurde ebenfalls einstimmig gewählt.
Ein echtes "heißes Eisen" griff der traditionelle "Talk im Gerüst" auf. Auf dem Podium diskutierten IT-Experten, Gerüstbauer und ein Unternehmenscoach über den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Handwerksunternehmen. Einig waren sich alle in einer Sache: An der KI wird kein Weg vorbeiführen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels könnten KI-Anwendungen Personal einsparen helfen.
Kontrovers diskutiert wurde die Frage nach den Voraussetzungen. Wie weit muss ein Unternehmen digitalisiert sein, um erfolgreich mit KI zu arbeiten? Die IT-Experten warnten vor falscher Scheu und warben für den Einsatz niedrigschwelliger KI-Anwendungen zum Einstieg. Aus der Gerüstbaubranche war aber Skepsis zu vernehmen.