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Mit Zuversicht durch die Krise

Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V. bleibt angesichts der Baukrise verhalten optimistisch. Jan Dietrich Radmacher fordert politische Maßnahmen. Nachhaltigkeit im Fokus.

Von ABZ

Braunschweig (ABZ). – Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V. hat Ende Juni seine ordentliche Mitgliederversammlung in Braunschweig abgehalten. Trotz der anhaltenden Krise in der Bauwirtschaft zeigten sich die Vertreter der Branche verhalten optimistisch.

Der Verband feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum. Wie Jan Dietrich Radmacher, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands, bei der Eröffnung der Versammlung sagte, steigen die Genehmigungszahlen im Wohnungsbau seit Jahresbeginn auf sehr niedrigem Niveau, aber kontinuierlich an. Auch das Finanzierungsvolumen entwickle sich positiv.

"Auch wenn wir in Sachen Inflation, Zinsniveau und Kreditnachfrage erste vorsichtige Anzeichen für die dringend nötige Marktbelebung sehen, politisch bleibt riesiger Handlungsbedarf, um Wohnungsuchende, Bauwirtschaft und Baustoffindustrie vor dem Kollaps zu bewahren", sagte Radmacher. Er forderte Entbürokratisierung und Steuererleichterungen.

Radmacher verwies auch auf den Koalitionsvertrag, der mit dem Bau-Turbo, der EH55-Förderung zur Aktivierung des Bauüberhangs und der Stärkung des sozialen Wohnungsbaus gute Ansätze enthalte. Angesichts der dramatischen Lage am Wohnungsmarkt sowie bei Bauwirtschaft und Baustoffindustrie sei es wichtig, dass Tempo gemacht werde.

Bei der Mitgliederversammlung wurde Karsten Mechau, Geschäftsführer der Rodgauer Baustoffwerke GmbH & Co. KG und der Unika Kalksandsteinwerke Südbayern GmbH & Co. KG, in den Vorstand des Bundesverbands gewählt. Der studierte Bauingenieur folgt auf Christian Bertmaring, Geschäftsführer der Vestische Hartsteinwerke GmbH & Co. KG, der sein Amt aufgrund neuer beruflicher Verpflichtungen niedergelegt hatte.

Ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit liegt eigenen Angaben zufolge auf dem Thema Nachhaltigkeit. Im Frühjahr 2025 wurde ein neues Nachhaltigkeitsgütesiegel eingeführt. Es soll unter anderem die Einhaltung strenger CO2-Grenzwerte bescheinigen.

Laut Geschäftsführer Roland Meißner haben bereits 20 Werke durch eine Ökobilanz nachgewiesen, dass sie die Anforderungen des Gütesiegels erfüllen. Zahlreiche weitere Anträge seien in Prüfung. Allein im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden 18 Gütesiegel an Kalksandsteinwerke in ganz Deutschland überreicht.

Für Jan Dietrich Radmacher ist klar: "Unter dem Motto 'Gemeinsam ist besser als allein' ist unsere Industrie seit 1900 durch jede Baukrise gekommen. Und das schaffen wir auch dieses Mal, weil unsere Produkte für nachhaltiges und bezahlbares Wohnen unverzichtbar sind!"

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