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Neues Gütesiegel soll Transparenz schaffen

Der BV KSI führt das KS-NGS ein, ein einheitliches Gütesiegel zur Bewertung der ökologischen Performance von Kalksandsteinprodukten nach klaren Standards.

Von ABZ
Bundesverband Kalksandsteinindustrie
Zum 125-jährigen Jubiläum hat der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V. ein branchenweit einheitliches Bewertungsverfahren zur Ermittlung und Dokumentation der ökologischen Performance von Kalksandsteinprodukten entwickelt – das Kalksandstein-Nachhaltigkeitsgütesiegel. | Foto: Bundesverband Kalksandsteinindustrie

Hannover (ABZ). – Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e. V. (BV KSI) hat ein neues Nachhaltigkeitsgütesiegel für Kalksandsteinprodukte eingeführt. Das Kalksandstein-Nachhaltigkeitsgütesiegel (KS-NGS) soll ein branchenweit einheitliches Bewertungsverfahren zur Ermittlung und Dokumentation der ökologischen Performance bieten.

Das Gütesiegel wird an Mitglieder des Verbandes verliehen, die nachweislich die festgelegten ökologischen Kriterien erfüllen. Grundlage ist eine unabhängige, normgerechte Ökobilanz, die durch den Bundesverband nach den Standards DIN EN ISO 14040, DIN EN ISO 14044 und DIN EN 15804 erstellt wird.

"Unsere Mitglieder machen die Erfahrung, dass die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsdokumentation stetig steigen, ohne dass es verbindliche Regelungen gibt, wie dies zu geschehen hat", erklärt Roland Meißner, Geschäftsführer des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie. Bisher genutzte Instrumente wie Verbands-Umweltdeklarationen (EPDs) würden zukünftig nur noch bedingt weiterhelfen. "Mit unserem einheitlichen System schaffen wir eine wirksame Lösung", so Meißner.

Das KS-NGS bewertet verschiedene umweltrelevante Parameter, darunter das Treibhausgaspotenzial (GWP), die nicht erneuerbare Primärenergie (PENRT), die erneuerbare Primärenergie (PERT), das Abbaupotenzial der stratosphärischen Ozonschicht (ODP), das Versauerungspotenzial von Boden und Wasser (EP) sowie das Bildungspotenzial für troposphärisches Ozon (POCP). Das Siegel kann auf Unternehmens-, Werks- und/oder Produktebene ausgestellt werden und gilt für die Dauer eines Jahres. Die anfänglichen Grenzwerte betragen 150 kg CO2-Äquivalent pro Tonne Kalksandstein für das Treibhausgaspotenzial und 1043 MJ/t für die nicht erneuerbare Primärenergie. Diese Werte sollen in den kommenden Jahren schrittweise verschärft werden, um die Transformation zu einer klimaneutralen Kalksandsteinproduktion bis 2045 zu beschleunigen.

Laut Verband beteiligen sich zum Start des Gütesiegels bereits knapp die Hälfte der Kalksandsteinwerke in Deutschland. "Bis ein verbindlicher Ordnungsrahmen vorliegt, können sich unsere Mitglieder, Stakeholder und Marktpartner darauf verlassen, dass mit dem Kalksandstein-Nachhaltigkeitsgütesiegel ein einheitliches und wissenschaftlich fundiertes Bewertungssystem für unsere Industrie zur Verfügung steht, das transparente Ergebnisse liefert", betont Meißner.

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