Irving/USA (ABZ). – Caterpillar hat das Cat-Command-System für mittelgroße Radlader der Modelle 950 bis 982 freigegeben. Die Fernsteuerungstechnologie ermöglicht den Betrieb der Maschinen ohne Fahrer in der Kabine. Ausgenommen bleiben die GC-Modelle.
Bereits Kettenbagger wie Cat 374 und Cat 395 werden in Deutschland remote gesteuert. Auch Kettendozer wie die Modelle D6XE und Cat D5 werden per Fernsteuerung bewegt. Peu à peu arbeitet Caterpillar daran, weitere Baumaschinen für die Vorstufe zum autonomen Fahren freizuschalten.
Bedienung in Echtzeit
Cat-Baumaschinen wie mittelgroße Radlader können damit in Echtzeit auf Steuerbefehle wie Start und Stopp, Füllen und Entleeren der Schaufel sowie Heben und Senken des Hubgerüsts reagieren, die direkt an die Elektronik der Maschine gesendet werden.
Der Einsatz von Cat-Command bietet sich laut Caterpillar an, wenn eine Gefährdung des Fahrers in der Kabine ausgeschlossen werden soll und wenn in potenziell gefährlichen Umgebungen gearbeitet wird. Hierzu gehören Arbeiten im Abbruch oder in kontaminierten Bereichen. Der Fahrer sitzt dann nicht mehr direkt in der Kabine, sondern bewegt die Maschine über eine mobil tragbare Konsole mit kurzer Reichweite oder über eine maschinenähnliche Bedienstation an einem beliebigen Ort.
Integrierte Sicherheitsfunktionen stoppen alle Bewegungen des Radladers, wenn der Stoppschalter gedrückt wird, die drahtlose Kommunikation unterbrochen wird, ein schwerwiegender Fehler erkannt wird oder die Command-Konsole zu stark von der normalen Betriebsposition abweicht.
Schrittweise Erweiterung
Cat-Command ist kompatibel mit anderen Baumaschinen wie Baggern und Planierraupen, die ebenfalls darüber gesteuert werden, und erlaubt den Betrieb mehrerer Maschinen durch wenige Bediener.In Deutschland werden bereits verschiedene Cat-Baumaschinen per Fernsteuerung betrieben. Die schrittweise Erweiterung des Systems auf weitere Maschinentypen zeigt die Caterpillar-Strategie zur Entwicklung autonomer Fahrzeugtechnologien, heißt es in einem Statement der Firma.