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"Chancen nicht verpassen – Perspektiven schaffen"

Der Bundesverband der Baumaschinenbranche fordert Maßnahmen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Trotz Herausforderungen zeigen sich erste positive Signale für 2026.

Von ABZ
Bauaussichten 2026
Heinrich Odenwälder, Erster Vorsitzender des Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen |

Mit dem Titel seines jüngsten Jahresgutachtens gibt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung klar vor, was 2026 weiter auf der Agenda der Politik stehen muss: "Perspektiven für morgen schaffen – Chancen nicht verpassen."

Die Politik steht weiter vor der zentralen Aufgabe, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die deutsche Wirtschaft die langanhaltende Periode der Stagnation und der Planungssicherheit endlich überwinden und auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückzukehren kann. Die strukturellen Schwächen müssen konsequent und schneller angegangen werden, damit endlich kräftige Investitionsanreize geschaffen werden.

Das "Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität", mit dem erhebliche Gelder zusätzlich für die Erneuerung der Infrastruktur bereitgestellt werden sollten, dürfte allerdings mit den jetzt tatsächlich geplanten Investitionen einen deutlich kleineren Wachstumseffekt auslösen als ursprünglich erwartet. Auch der angekündigte Abbau bürokratischer Hürden geht langsamer voran als erhofft.

Nicht zuletzt deswegen steckt die deutsche Wirtschaft weiter in der Stagnation und besonders die Situation einiger Schlüsselindustrien gibt weiter Anlass zur Sorge. Für die Hauptkundenbranche der Unternehmen aus Handel und Vermietung von Baumaschinen und Baugeräten, die Bauwirtschaft, zeigte sich zum Jahreswechsel ein differenziertes Bild. Nach einer langen Schwächephase mehrten sich zuletzt positive Signale. Umsätze und Auftragseingänge scheinen sich zu stabilisieren und in Teilbereichen zu erhöhen. Auch im Wohnungsbau waren Anzeichen einer leichten Belebung erkennbar.

Dies nährt die Hoffnung, dass dieser zentrale Wirtschaftssektor im Laufe des Jahres 2026 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren könnte. Das alles bedingt, dass die Politik endlich handelt und die Voraussetzung schafft, die der Mittelstand braucht. Als Branche können wir die weltpolitische und weltkonjunkturelle Lage nicht beeinflussen. Wir können uns aber auf unsere Stärken konzentrieren und diese weiter ausbauen.

Perspektiven für morgen sind vorhanden – sie müssen jedoch aktiv gestaltet werden. Und genau das tun wir Händler und Vermieter gerade. Wir nutzen die sich bietenden Chancen und Möglichkeiten, machen – unabhängig von der konjunkturellen Situation – unsere "Hausaufgaben" und stellen uns zukunftsfähig auf. Wir investieren in die Qualifizierung der Mitarbeitenden, in die Digitalisierung, in moderne Betriebsstätten und installieren KI-Systeme zur Optimierung des Kundenservices.

Wir entwickeln innovative Dienstleistungen, um die Kunden dabei zu unterstützen, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und ihnen ihre Arbeit zu erleichtern. Das Jahr 2026 wir sicherlich erneut ein herausforderndes Jahr. Wir nehmen diese Herausforderungen an und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern.

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