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Orientierung für die BBS-Branche

Das FBS-Regelwerk bietet seit 1992 zuverlässige Standards für die BBS-Branche. Die 2025er Ausgabe präzisiert Definitionen und Standards, um Missverständnisse zu vermeiden.

Von ABZ
Das neue FBS-Regelwerk
Christof Boxberger ist Geschäftsführer des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. und Mitglied im Technikausschuss. | Foto: FACHVERBAND BETONBOHREN UND -SÄGEN DEUTSCHLAND

Darmstadt. – Das Regelwerk des Fachverbands Betonbohren und -sägen hat seit seiner Erstveröffentlichung im Bundesanzeiger 1992 einen festen Platz in der Baubranche. Es bietet Planern, Architekten, Ingenieuren, Bauherren und Fachbetrieben eine verlässliche Grundlage zur Leistungsbeschreibung, Ausführung und Abrechnung in den Bereichen Betonbohren und -sägen, Spalten und Pressen..

Dieses Dokument ergänzt bestehende Normen und Ausschreibungsregeln mit einer praxisorientierten Sammlung von technischen Standards, Erläuterungen und Handlungsempfehlungen für typische Arbeiten der BBS-Branche.

Mit der im Mai 2025 veröffentlichten neuen Auflage reagiert der Fachverband auf zahlreiche Rückmeldungen aus der Praxis. Die inhaltlich und strukturell überarbeitete Fassung bildet die heute geltenden, technischen Anforderungen umfassend ab.

Ein zentrales Anliegen der Überarbeitung war die Präzisierung einzelner Definitionen, um Missverständnisse beziehungsweise Fehlinterpretationen zu vermeiden. Dazu zählen die klarere Abgrenzung zwischen bauseitigen, besonderen und Nebenleistungen ebenso wie überarbeitete Regeln für das Aufmaß und die Abrechnung. Ziel ist es, die Planung, Ausschreibung, Ausführung und Abrechnung von Arbeiten im Bereich Betonbohren und -sägen verlässlicher und nachvollziehbarer zu machen – für alle Beteiligten. Denn in Ausschreibungen und Verträgen fehlt es häufig an spezifischen Vorgaben für diesen speziellen Bereich. Das Regelwerk des Fachverbandes schließt genau hier eine Lücke.

Die aktuelle Ausgabe besteht wie bisher aus sechs Kapiteln: Sie beschreibt unter anderem, welche Verfahren zur Betontrennung zählen, wie Leistungen beschrieben und abgegrenzt werden können, welche Toleranzen gelten und wie ein korrektes Aufmaß erfolgt. Viele Inhalte wurden sprachlich präzisiert und grafisch ergänzt, um typische Ausführungssituationen anschaulicher zu machen – beispielsweise bei Toleranzen im Bereich Kernbohrung. Weiterhin enthalten ist die kompakte Darstellung der einzelnen Betontrennverfahren. Diese richtet sich gezielt an Architekten, Ingenieure und Vergabestellen, denen die angewandte Technik weniger vertraut ist, die aber dennoch qualifizierte Ausschreibungen erstellen müssen.

Christof BoxbergerEin weiterer Schwerpunkt liegt zudem auf der Definition von bauseitigen, Neben- und besonderen Leistungen. Gerade hier kommt es häufig zu Missverständnissen, etwa bei der Frage, welche vorbereitenden Arbeiten vom Auftraggeber zu erbringen sind. Die neue Fassung enthält hierzu klarere Formulierungen, die sowohl Auftraggebern als auch Fachbetrieben eine bessere Orientierung geben sollen. Ziel ist ein übereinstimmendes Verständnis zwischen allen Beteiligten über Möglichkeiten, Grenzen und typische Randbedingungen der einzelnen Verfahren.

Die Überarbeitung des Regelwerks erfolgte durch den Technikausschuss des Fachverbandes auf der Grundlage praxisnaher Rückmeldungen aus dem Mitgliederkreis, aber auch von externen Anwendern und Experten. Das Regelwerk steht kostenfrei auf der Website des Fachverbands zur Verfügung. Es ist zur Anwendung durch die gesamte Baubranche vorgesehen – unabhängig von einer Mitgliedschaft – und kann auch als Vertragsgrundlage oder Bestandteil von Allgemeinen Geschäftsbedingungen herangezogen werden. Der Fachverband empfiehlt ausdrücklich, es bei der Projektvorbereitung und Vertragsgestaltung einzubeziehen.

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Der Autor ist Geschäftsführer des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. und Mitglied im Technikausschuss.

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