Mayen (ABZ). – Am Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Mayen haben die Meisterkurse für das Semester 2025/26 begonnen. Mit 96 Teilnehmenden im Dachdeckerhandwerk verzeichnet das Zentrum eine hohe Nachfrage nach der Weiterbildung.
Am 18. August starteten die neuen Meisterkurse mit einer Eröffnungsveranstaltung. Von den 96 angehenden Meisterinnen und Meistern im Dachdeckerhandwerk sind acht Frauen – laut Angaben des Zentrums eine Rekordzahl.
74 der Teilnehmende werden zusätzlich zur Meisterprüfung den Abschluss zum staatlich anerkannten Fachleiter für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik absolvieren. Diese Doppelqualifikation bietet nach Angaben des Bundesbildungszentrums nur die Mayener Einrichtung an. Der Klempnermeisterkurs mit 18 Teilnehmern, darunter eine Frau, hatte bereits Anfang August begonnen. Zur Eröffnung waren Vertreter aus Handwerk, Politik und Bildung anwesend. Jan Voges, Vizepräsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), und Mayens Oberbürgermeister Dirk Meid gehörten zu den Rednern. Meid betonte die Bedeutung des Handwerks für Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. "Es wird Tage geben, da ist der Kopf ganz voll, aber es wird sich lohnen", ermutigte er die Teilnehmenden vor Ort.
Artur Wierschem, Vorsitzender des Meisterprüfungsausschusses für das Dachdeckerhandwerk, verwies auf die Anforderungen der Ausbildung: "Unumgänglich für Ihren Erfolg sind aktives Denken und Mitarbeit. Wollen Sie als Meisterin oder Meister erfolgreich sein, müssen Sie sich jetzt unternehmerisches Denken und Handeln zu eigen machen." ZVDH-Vizepräsident Voges hob die Bedeutung der Meisterprüfung als höchsten Qualifikationsgrad im Handwerk hervor: "Das Handwerk ist magisch. Ihr könnt Dinge erschaffen, reparieren, Chaos in Ordnung verwandeln – und manchmal Kunden glücklich machen."