Groot-Ammers/Niederlande (ABZ). – Das niederländische Logistikunternehmen Van der Vlist Logistics B. V. hat den Raupenbagger DX140LCR-7 von Develon als Testobjekt für ein neues Verfahren zum europaweiten Transport großer Anlagenteile per Bahn verwendet.
Das System soll eine umweltfreundliche Alternative zum Lkw-Transport darstellen.
Der Transport erfolgte mit dem neu entwickelten und patentierten Bahnplattformsystem S-Bolster von Van der Vlist. Nach Herstellerangaben ist das System für den Transport von Fracht mit einer maximalen Breite von 2,59 m, einer maximalen Höhe von 2,95 m und einem Höchstgewicht von 28 t ausgelegt.
"Nach einer Phase der Forschung und Entwicklung ist unser neues S-Bolster-System nun offiziell auf die Schiene gegangen. Den Anfang machte der Transport des DX140LCR-7 von Develon", sagt Martin van Dam, Geschäftsführer des europaweit tätigen Logistikunternehmens.
Der neue intermodale Schienenverkehrsdienst basiert laut Van der Vlist auf eigens entwickelten, patentierten Bahnplattformen. Das S-Bolster-System wurde nach Angaben des Unternehmens speziell für den Transport von Geräten wie Bagger, Hubarbeitsbühnen, Landmaschinen und Wohnmobilen konstruiert, die nicht in Standardcontainer passen.
"Beim Transport auf der Schiene sparen wir erheblich an Emissionen und haben dabei keine längere Transportzeit oder höhere Kosten. In naher Zukunft werden wir weitere Verfahren für den Transport höherer und breiterer Maschinen auf der Schiene entwickeln und in die Praxis umsetzen", so van Dam.
Jan Liska, Supply Chain Director bei Develon Europe, kommentiert: "Wir setzen uns für die Entwicklung neuer, hochmoderner Maschinen und digitaler Technologien für die globale Bauindustrie ein – angefangen bei Digitalisierung und Nachhaltigkeit über Automatisierung und alternative Antriebskonzepte bis hin zu vernetztem Bauen, reduzierter CO2-Bilanz und Kreislaufwirtschaft. Die neuen Transportlösungen von Van der Vlist entsprechen unserem Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit und weniger CO2-Emissionen, um negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu vermeiden."
Der neue Schienendienst für große Maschinen verkehrt derzeit von den Niederlanden und Belgien zu mehreren Terminals in Italien. Deutschland und Skandinavien sollen später folgen. Mittels täglicher Zugabfahrten seien die Transitzeiten kurz und zuverlässig, verspricht Van der Vlist. Der erste Transport des Develon DX140LCR-7 wurde in Zusammenarbeit mit Cargobeamer durchgeführt.
Die Verlagerung vom Straßen- auf den Schienenverkehr reduziert nach Herstellerangaben die CO2-Emissionen um 60 bis 75 %. Gleichzeitig können Tür-zu-Tür-Lieferung, CMR-Versicherungsschutz und Echtzeit-GPS-Tracking über das Van der Vlist-Portal weiterhin angeboten werden. Van der Vlist hat neben dem S-Bolster auch das XL-Bolster-System entwickelt, mit dem Fracht mit einer maximalen Breite von 3 m, einer Höhe von 3 m, einer Länge von 12 m und einem Gewicht von 28 t transportiert werden kann. Das Unternehmen transportiert Maschinen mit Standardabmessungen bereits seit geraumer Zeit per Bahn und hat kürzlich Investitionen in 45-Fuß-Wechselaufbauten getätigt, die mit GPS ausgestattet sind. "Ein weiterer Vorteil unseres Produkts ist die Entlastung der Straßen. Außerdem löst es das Problem des internationalen Fernfahrermangels. Mit unserer eisernen Straße möchten wir Tür-zu-Tür-Lösungen für übergroße Frachten mit möglichst geringen Emissionen anbieten und dabei die bestehenden regulären Schienenwege nutzen", ergänzt van Dam.