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Wenig Licht im Bauhauptgewerbe

Die Bauwirtschaft kämpft mit Auftragsrückgang im Wohnungs- und Wirtschaftsbau. Fehlende Baugenehmigungen und politische Unsicherheit belasten die Branche.

Von ABZ

Berlin (ABZ). – "Die Konjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe hat sich auch im dritten Quartal weiter spürbar eingetrübt. Im Wohnungsbau gehen die Baugenehmigungen nun schon seit 29 Monaten ununterbrochen zurück", kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), die jüngst vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Konjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe.

"Diesmal liegt es aber nicht nur am Wohnungsbau, sondern auch an den übrigen Bausparten", kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB), Tim-Oliver Müller, die aktuellen Indikatoren für das Bauhauptgewerbe.

Befragt wurden demnach Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im September 2024. "Gegenüber den Jahren 2021/2022 fehlen uns im laufenden Jahr bis zum September jetzt schon circa 120.000 Genehmigungen. Entsprechend schwach bleiben die Impulse bei den Auftragseingängen im Wohnungsbau.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat wird das niedrige Niveau in etwa gehalten", sagte Pakleppa. Betrachte man die Entwicklung vom ersten Quartal 2024 bis Ende des dritten Quartals, gingen die Aufträge im Wohnungsbau um nominal 4,3 Prozent, real um 5 Prozent zurück. Pakleppa: "In Zahlen sind das fast 620 Millionen Euro weniger."

Auch die seit einiger Zeit anhaltenden Klagen der Bauunternehmen über fehlende Aufträge im Wirtschaftsbau würden sich nunmehr sehr deutlich bemerkbar machen, erklärt Müller und ergänzt: "Das, was wir seit Monaten beklagen, macht sich nun auch in den Büchern unserer Bauunternehmen bemerkbar, es werden immer weniger Projekte ausgeschrieben und an den Start gebracht. Angesichts unserer maroden Infrastruktur ist dies eine gefährliche Entwicklung."

Die aktuelle politische Unsicherheit müsse schnell aufgelöst werden, denn Unternehmen der Bauwirtschaft seien auf den Staat als Investor angewiesen, mahnt auch der HDB. . Dies betreffe insbesondere die Infrastruktur mit Straßen, Brücken, Schienennetz und Wasserstraßen.

Nach dem Scheitern der Regierung sei es entscheidend, folgert der ZDB, dass die Bundesregierung die Neubauförderprogramme in der vorläufigen Haushaltsführung 2025 weiterführen wolle. Es sei wichtig, dass hier angesichts der schwierigen Marktlage nicht weiter Verunsicherung durch Förderstopps entstehe.

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