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Spar- und Bauverein setzt auf ressourcenschonende WDVS-Aufdopplung

Der Spar- und Bauverein Hannover sanierte acht Mehrfamilienhäuser mit Aufdopplung des vorhandenen WDVS, um den Effizienzhaus-40-Standard ressourcenschonend zu erreichen.

Von ABZ
Effiziente Sanierung in Hannover
In gut gedämmten Häusern werden Wärmepumpen wirtschaftlich. Da sie keine Rauchgase emittieren, werden die Schornsteine nicht mehr benötigt. Ihre Köpfe wurden abgebaut und die Dachflächen geschlossen. | Foto: Günther Fotodesign/Sto SE

Hannover (ABZ). – Der Spar- und Bauverein Hannover hat acht Mehrfamilienhäuser aus den 1970er-Jahren im Stadtteil Wettbergen umfassend energetisch saniert. Ziel war das Erreichen des Effizienzhaus-40-Standards.

Statt das vorhandene Wärmedämmverbundsystem (WDVS) komplett zu entfernen, wurde eine Aufdopplung vorgenommen – ein Verfahren, das Material spart und Abfall vermeidet.

Die Gebäude waren ursprünglich mit einer für damalige Verhältnisse typischen, aber nach heutigen Maßstäben unzureichenden Dämmung ausgestattet: straßenseitig sechs Zentimeter unter einem Edelkratzputz und innenhofseitig vier Zentimeter unter Flachverblendern. Um den angestrebten Effizienzhaus-40-Standard zu erreichen, war eine deutlich verbesserte Wärmedämmung erforderlich.

"Eine gut gedämmte Gebäudehülle ist Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb eines Heizungssystems mit Wärmepumpen und Erdwärmekollektoren", erklärt der Bauherr. Die Entscheidung für eine Aufdopplung des bestehenden WDVS folgte den Erkenntnissen einer vom Bundesbauministerium geförderten Studie des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik aus dem Jahr 2016, die die Machbarkeit und Vorteile dieses Verfahrens bestätigt hatte.

Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten prüfte die ausführende Firma temps Malereibetriebe aus Neustadt am Rübenberge an mehreren Stellen die Standfestigkeit des Altsystems. Dabei erhielten sie Unterstützung von Fassadenexperten des Herstellers Sto bei der Berechnung der Dübelmengen und der Brandriegelplanung.

Im ersten Schritt wurden Teile der Fassade rückgebaut, um umlaufende Brandriegel aus Mineralwolle zu platzieren – eine Anforderung, die in den 1970er-Jahren noch nicht bestand. Anschließend wurden 16 cm dicke EPS-Platten (Sto-Dämmplatte Top32) auf das Altsystem geklebt und gedübelt.

Mit einem speziellen Montagewerkzeug wurden die Sto-Thermodübel II UEZ 8/60 15 mm tief im EPS versenkt und die Öffnungen anschließend mit EPS-Rondellen verschlossen.

An Sockeln und Hauseingängen kam Mineralwolle zum Einsatz, an den Loggien wurde aufgrund des begrenzten Platzes das besonders effiziente System StoTherm Resol mit einem Wärmeleitwert von 0,022 W/mK verwendet. Als Fassadenputz wählten die Verantwortlichen den Siliconharz-Oberputz StoSilco K, die Eingangsbereiche wurden mit Klinkerriemchen (StoBrick) gestaltet.

Zum Gesamtkonzept der Sanierung gehörten darüber hinaus neue Fenster und Türen sowie die Dämmung der Kellerdecke und der obersten Geschossdecke. Da die neuen Wärmepumpen keine Rauchgase mehr emittieren, wurden die nicht mehr benötigten Schornsteinköpfe zurückgebaut und die Dachflächen geschlossen.

Der Spar- und Bauverein Hannover verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2045 seinen gesamten Gebäudebestand klimaneutral zu bewirtschaften. Die Aufdopplung bestehender WDVS ist dabei ein wichtiger Baustein, der nicht nur Heizenergie einspart und die Wohnbehaglichkeit erhöht, sondern auch Ressourcen schont.

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