Berlin (ABZ). – Die Bauwirtschaft zählt zu den ressourcenintensivsten Branchen.
Allein im Jahr 2022 fielen in Deutschland rund 208 Millionen t mineralische Bauabfälle an – damit stellt der Sektor mehr als die Hälfte des gesamten Abfallaufkommens (≈ 54 %). Diese Dimension verdeutlicht, dass nachhaltiges Bauen weit über energieeffiziente Neubauten hinausgeht: Auch die fachgerechte Entsorgung und Verwertung von Bauschutt ist entscheidend.
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz verpflichtet Bauherren und Unternehmen zur Getrenntsammlung von Bau- und Abbruchabfällen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Mit der seit August 2023 geltenden Ersatzbaustoffverordnung (EBV) gibt es erstmals bundesweit einheitliche Regeln für Herstellung und Einbau mineralischer Ersatzbaustoffe. Damit steigen die Anforderungen an Nachweise und Dokumentation – aber auch die Chancen, Wertstoffe hochwertig im Kreislauf zu halten.
Die Praxis zeigt: Eine sortenreine Trennung ist oft schwierig. Baustellen sind eng getaktet, Flächen knapp, viele Gewerke arbeiten parallel. Trotzdem lohnt sich der Aufwand. Denn aktuell werden zwar große Mengen verwertet, doch nur etwa 35 % der Bau- und Abbruchabfälle gelangen als Recyclingbaustoffe zurück in den Stoffkreislauf. Mehr als die Hälfte wird lediglich verfüllt, rund 10 % landen auf Deponien. Hier liegt erhebliches Potenzial brach. Frühzeitige Containerlogistik ist ein Schlüssel zum Erfolg.
Wer bereits in der Planungsphase Container für Beton, Ziegel, Holz, Metalle oder Gips einplant, erleichtert die Trennung erheblich. Besonders Gips ist kritisch: 2022 fielen rund 0,64 Millionen t gipsbasierte Bauabfälle an, von denen knapp 41 % deponiert werden mussten. Falsch einsortiert, mindert Gips die Qualität anderer mineralischer Fraktionen erheblich. Digitale Plattformen können Bauunternehmen bei der Organisation der Entsorgung helfen. Online-Portale bieten transparente Informationen zu Kosten, Containergrößen und Entsorgungswegen.
Ein Beispiel ist das Containerdienst-Portal für Bauschutt, dass bei der Auswahl geeigneter Containerdienste unterstützt und so zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sowie zur Optimierung der Recyclingquoten beiträgt. Nachhaltiges Bauen bedeutet mehr als energieeffiziente Gebäude. Es erfordert eine konsequente Organisation der Abfalllogistik – von der frühzeitigen Planung über die richtige Containerwahl bis zur Einhaltung der EBV. Wer diese Aspekte berücksichtigt, steigert nicht nur seine Rechtssicherheit, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit und leistet einen messbaren Beitrag zur Ressourcenschonung.