Imst/Österreich (ABZ). – Das österreichische Holzbauunternehmen Pfeifer hat unlängst eine Expertenrunde zur Holzindustrie 2024 abgehalten. Tenor aller Beteiligten: Aufgrund der gebremsten Bautätigkeiten in Mitteleuropa sowie des gesunkenen Schnittholzbedarfs außerhalb Europas war das Jahr 2023 von Ernüchterung geprägt.
Als Auslöser für die leicht steigenden Preise rund um den Jahreswechsel identifizierten sie die Preisentwicklung beim Rundholz. Allerdings seien diese Steigerungen nicht bedarfsgetrieben, sondern dem Auffüllen von Lagerbeständen geschuldet. Nach den explodierenden Gewinnen im Zeitraum 2021/22 sehen die Holzunternehmen 2023/24 substanziell geringeren Gewinnen entgegen. Grund dafür sei unter anderem die nach unten zeigende Kurve bei den Baugenehmigungen beziehungsweise Baufertigstellungen. Für die nächsten 12 bis 24 Monate im Krisenmodus wird den Unternehmen maximale Flexibiliät abverlangt, um zumindest die aktuellen Betriebsergebnisse zu halten.
Dem aktuell noch vorherrschenden Pessimismus bei den Abnehmern stellt die Holzindustrie großen Optimismus entgegen, so die Experten. Politischer Rückenwind für den Holzbau und der Trend zu seriellem Bauen und Sanieren sollen der Branche zurück auf die Erfolgspur helfen. Gleichzeitig sehen die Akteure die Politik gefordert, klimaschädliches Bauen finanziell unattraktiver zu machen und den Holzbau zu entlasten. Auch dürfe die Waldbewirtschaftung nicht verunmöglicht werden. Als wichtiges Learning aus der Rezession orten die Holzunternehmen die Pflicht, auf ein besseres Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu achten.