Berlin (dpa). – Die Betreiber der deutschen Stromübertragungsnetze verlangen von der Bundesregierung zusätzliche Milliardengelder. Demnach geht es um 7,8 Milliarden Euro, wie aus einem Schreiben der Chefs der vier Übertragungsnetzbetreiber an das Wirtschaftsministerium hervorgeht.
Darüber hatten Medien berichtet. Demnach werde vor einer "fehlenden Liquidität" ab Juli gewarnt. Es müsse sichergestellt werden, dass keine erheblichen Auswirkungen auf die Finanzierung und Umsetzung des dringend benötigten Netzausbaus erfolgten.
Damit vor allem im Norden transportierter Windstrom in große Verbrauchszentren im Süden gelangt, müssen die Netze ausgebaut werden, dies kostet viele Milliarden. Konkret geht es um einen Finanzierungsbedarf nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW führen zur Abwicklung des Fördersystems des EEG ein sogenanntes EEG-Konto, über das früher per EEG-Umlage Differenzen finanziert wurden.