Bogen (ABZ). – Die Biotrans GmbH aus Schwerte und die Deceuninck Germany GmbH haben eine Kooperation im Bereich Fensterrecycling vereinbart. Laut den Unternehmen soll die Zusammenarbeit die Erfassung, Sortierung und Wiederverwertung von Altfenstern vom Rückbau bis zur Wiederverarbeitung in der Deceuninck Recyclinganlage im belgischen Diksmuide ermöglichen.
Biotrans fungiert dabei als Logistikpartner mit eigener, zertifizierter Recyclinganlage und bietet eine Komplettlösung für Fensterbauer und Rückbauunternehmen in Deutschland an.
Das Angebot umfasst eine Containerlösung zur Erfassung des gemischten Altfenstermaterials direkt an der Baustelle, den Transport zur Biotrans-Anlage nach Schwerte sowie die Sortierung in verwertbare Fraktionen. Nicht recyclingfähige Bestandteile werden laut Anbieter rechtssicher entsorgt. Die PVC-Altfenster werden geschreddert und von Metallanteilen befreit, bevor das aufbereitete Material zur Deceuninck Recyclinganlage transportiert wird.
Die Kooperation adressiert nach Angaben der Unternehmen eine zentrale Herausforderung der Branche: die komplexe Zusammensetzung der bei Sanierungen anfallenden Fensterabfälle. Biotrans übernimmt die gesamte Erfassung und Aufbereitung des Altfenstergemisches, während Deceuninck das vorbereitete PVC-Material zur Wiederverwertung erhält.
Für den Transport nach Belgien werden Walking-Floor-Fahrzeuge eingesetzt, die große Transporteinheiten ermöglichen. Die Unternehmen betonen, dass dadurch ein Stoffstrom entsteht, der sowohl der Recycling- als auch der Vertriebssparte zugutekommt und auf Ressourcenschonung und CO₂-Reduktion ausgerichtet ist.
Die Biotrans GmbH ist nach eigenen Angaben langjähriger Rewindo-Partner und verfügt über einen Fuhrpark mit Absetz- und Abrollkippern. Der Standort in Schwerte ist mit einer nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigten Anlage ausgestattet.
"Mit dieser Kooperation schaffen wir einen echten Mehrwert für Fensterbauer, Systemgeber und Umwelt", erklärt Carsten Otte, Geschäftsführer von Deceuninck Germany. "Die Brücke von der Baustelle bis zur modernen Recyclinganlage ist geschlossen – effizient, gesetzeskonform und im Sinne einer echten Kreislaufwirtschaft."