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"Eine Katastrophe mit Ansage"

Rückläufige Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau sind laut Experten wenig überraschend. Erst ab 2026 wird mit Fortschritten gerechnet; Maßnahmen der Regierung verzögert.

Von ABZ

Berlin (ABZ). – "251 900 fertiggestellte Wohnungen im vergangenen Jahr sind mit Blick auf die ohnehin angespannte Lage auf den Mietmärkten eine Katastrophe mit Ansage. Denn wer die Entwicklung von Auftragseingängen, Baugenehmigungen und Baustoff-Produktionsdaten verfolgt, dürfte bei diesen Zahlen wenig überrascht sein", kommentiert Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (bbs) die rückläufigen Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau.

"Der Rückgang bei den Baugenehmigungen in den vergangenen Jahren wirkt sich zeitversetzt auf die Fertigstellungen aus", kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) die jüngst veröffentlichten Zahlen für die Baufertigstellungen 2024. Frühestens mit den Daten für 2026 wäre mit messbaren Fortschritten im Wohnungsbau zu rechnen.

"Das Kapitel Wohnungsbau unter der Ampel-Regierung" sei damit abgeschlossen, so Frederichs: "Immerhin, der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung enthält viele Maßnahmen, damit wieder mehr Wohnungen gebaut werden können, darunter der Wohnungsbauturbo, die befristete Förderfähigkeit des EH55-Standards und die Einführung des Gebäudetyp E".

Bis diese Maßnahmen Wirkung zeigten, werde es noch dauern. Selbst wenn bei den Wohnungsbauinvestitionen in diesem Jahr die Bodenbildung erreicht sei dürften die Wohnungsfertigstellungen auch 2025 noch einmal deutlich zurückgehen. Frühestens im nächsten Jahr könnten entsprechende Maßnahmen sich positiv bei den Fertigstellungszahlen bemerkbar machen, insbesondere wenn die neue Bundesregierung noch vor der Sommerpause baupolitische Handlungsfähigkeit beweise.

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