Die Hacobau GmbH aus Hameln ist stolz darauf, Teil des Jahrhundertprojekts Fehmarnsundtunnel zu sein. Konkret ging es nach Unternehmensangaben um den Bau einer Fahrzeughalle für die Feuerwehr Puttgarden, mit der Hacobau beauftragt wurde..
Hameln (ABZ). – Um gegen Gefahren von Bränden und Unfällen während der Bauphase des Fehmarnsundtunnels gewappnet zu sein, wurde die Firma Hacobau nach eigenen Angaben damit beauftragt, eine Fahrzeughalle inklusive Feuerwehrgerätehaus für fünf Einsatzfahrzeuge sowie eine Raummodulanlage, bestehend aus Bürocontainer, Sanitärcontainer, Mannschaftscontainer und Aufenthaltscontainer in Puttgarden auf Fehmarn zu errichten.
Hacobau sagt, dass die Modulbauweise sei deutlich günstiger als ein Festbau aus Stein und Beton sei. Es wird jedoch nichts an Funktionalität eingebüßt, versichern die Unternehmensverantwortlichen. Ebenso ist die Bauzeit wesentlich kürzer ausgefallen, denn die gesamte Anlage ist nach nur drei Wochen fertig montiert und einsatzbereit übergeben worden. Die Planungs- und Umsetzungsphase sei bei diesen Systembauprojekten viel kürzer, da auf vorhandene Statiken und Baupläne zurückgegriffen werden könne, erläutert ein Sprecher von Hacobau.
Dadurch kann so ein Objekt nach Auftragserteilung und Klärung aller Details in insgesamt nur drei Monaten umgesetzt werden. Was sehr hilfreich bei der Projekterstellung in Puttgarden war, war die hervorragende Zusammenarbeit mit der Bauabteilung in Burg auf Fehmarn sowie den Verantwortlichen der Feuerwehr Burg und Puttgarden, heißt es von Unternehmensseite. So lief nicht nur während der Planungsphase, sondern auch während der Bauphase ein konstruktiver, permanenter Dialog, der eine reibungslose Umsetzung des Bauprojekts ermöglicht, sagt Hacobau.
Das Hacobau-Projekt bewegte sich, wie das Unternehmen bereits darstellte, im Rahmen des Fehmarnsundtunnel-Großprojektes, das die Insel Fehmarn mit dem schleswig-holsteinischen Festland verbinden soll. Der Tunnel wird als 18 km langer, kombinierter Straßen- und Eisenbahntunnel zwischen dem deutschen Fährhafen Puttgarden auf Fehmarn und der dänischen Hafenstadt Rödby auf Lolland (sogenannte Vogelfluglinie) gebaut. Zusätzlich kommt auf deutscher Seite ein neuer, rund 1,5 km langer Fehmarnsundtunnel dazu, der das schleswig-holsteinische Festland mit der Insel Fehmarn verbinden soll.
Damit entsteht eine durchgängige Autobahnverbindung zwischen Hamburg und Kopenhagen mit einer Gesamtlänge von rund 330 km. Die bislang notwendige und zeitaufwendige Fährpassage entfallen dann. Die Verkehrsfreigabe soll laut Planung 2029 erfolgen.