Beek/Niederlande (ABZ). – Der Ziegelhersteller Vandersanden hat sein Werk in Beek, einer Kleinstadt in der Provinz Limburg, mit neuer Dampftrocknungstechnologie ausgestattet. Nach eigenen Angaben reduziert sich damit der CO2-Ausstoß um 25 Prozent bei gleichzeitiger Kapazitätssteigerung von 25 auf 35 Millionen Ziegel pro Jahr.
Im Zuge der Modernisierung wurde eine Ziegelpresse, eine neue Trocknungsanlage und eine Setzmaschine beschafft. Auch in die Rauchgasreinigung wurde investiert. Eine niederländische Energie-Investitionszulage (EIA) unterstützte das Projekt mit 850.000 Euro.
Statt heißer Luft und Erdgas nutzt die Anlage gesättigten Dampf, der aus der Abwärme des Ofens und durch elektrische Wärmepumpen erzeugt wird. Laut Vandersanden ist Beek das erste Werk Europas, das die dampftrocknungstechnologie im industriellen Maßstab einsetzt. Die Trocknung erfolge 30 Prozent schneller als bei herkömmlichen Verfahren.
"Mit dieser schnelleren und effizienteren Trocknungstechnologie, die gleichzeitig die Umwelt schont, bekräftigen wir unsere Rolle als Vorreiter für nachhaltige Baustoffe", sagte Imko Jurgens, Director Operations bei Vandersanden. "Unser Ziel ist es, bis 2050 vollständig klimaneutral zu produzieren".Auf einer Fläche von insgesamt 12.000 Quadratmeter und mit rund 40 Mitarbeitern sollen künftig 35 Millionen Waalformat-Verblender pro Jahr produziert werden, darunter auch die schlankeren S-Line-Verblender
Das Familienunternehmen beschäftigt insgesamt mehr als 800 Mitarbeiter in neun Produktionsstätten in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Die jährliche Gesamtproduktion beträgt den Angaben zufolge über 600 Millionen Ziegel.