Frankfurt am Main (dpa). – Marode Brücken, sanierungsbedürftige Straßen, Funklöcher: Deutschland hat Nachholbedarf bei der Infrastruktur.
Eine neue Studie des Ökonomen Lars Feld beziffert nun die nötigen Mittel für Autobahnen, Eisenbahn und Energieinfrastruktur auf rund 400 Milliarden Euro in den kommenden Jahren. Der Gesamtbedarf dürfte noch höher sein, heißt es. "Deutschlands Infrastruktur lebt fast nur noch von ihrer Substanz", sagte Feld, der an der Universität Freiburg lehrt und Finanzminister Christian Lindner (FDP) berät, zu der Studie im Auftrag des Fondsanbieters Union Investment.
"Die staatlichen Investitionen reichen seit langem nicht mehr, um den Bestand zu sichern." Hans Joachim Reinke, Vorstandschef von Union Investment, betonte, eine funktionierende Infrastruktur sei die Basis für eine wachsende Wirtschaft und Wohlstand in Deutschland.